28. Februar 2013

Betriebe nennen, Gewinne abschöpfen!

Die VERBRAUCHER INITIATIVE e. V. zum Eier-Betrug

Legehennenhalter in mehr als 150 deutschen Betrieben sollen jahrelang falsch deklarierte Freiland- und Bio-Eier verkauft haben. Zu diesen ungeheuerlichen Vorwürfen erklärt Georg Abel, Bundesgeschäftsführer der VERBRAUCHER INITIATIVE e. V. in Berlin: "Sollte sich der Verdacht bestätigen, hätten alle Kontrollinstanzen versagt. Die Eigenkontrollen der Landwirtschaft, die Bio-Kontrollen und die amtliche Lebensmittelüberwachung. Frau Aigner und ihre Länderkollegen müssen die Kontrollsysteme den tatsächlichen Bedingungen in der Lebensmittelwirtschaft anpassen."

Auch das Sanktionssystem für Fälle von Betrug in der Lebensmittelwirtschaft gehört nach Ansicht von Abel auf den Prüfstand. Betriebsschließungen und Gewinnabschöpfung könnten ebenso helfen wie die Möglichkeit, undurchsichtige Betriebs- und Vermarktungsstrukturen zu zerschlagen.

"Verbraucher zahlen für Freilandeier und Bio-Eier bereitwillig einen höheren Preis, weil sie die Lebensbedingungen der Hühner verbessern wollen. Sie wurden offenbar systematisch getäuscht und verlangen nun Klarheit: Welche Betriebe haben betrogen, welche Firmen vertrieben die Eier unter welchem Namen im Handel", so der Geschäftsführer der VERBRAUCHER INITIATIVE.