22. Oktober 2013

Das unfaire Geschäft mit Orangensaft

Neue Studie der Christlichen Initiative Romero und ver.di

Orangensaft ist der zweitbeliebteste Saft der Deutschen. Doch auf welchem Wege und unter welchen Bedingungen kommt er eigentlich bis zu uns ins Glas? Die Christliche Initiative Romero  und die Gewerkschaft ver.di haben das Geschäft mit dem begehrten Saft der Zitrusfrucht genauer untersucht und decken auf, welche oft menschenunwürdigen Arbeits- und Produktionsbedingungen im Orangensaftgeschäft herrschen. Entlang der gesamten Lieferkette, von den Orangenpflückern bis zu unserem heimischen Supermarkt, kommt es, so das Ergebnis der Studie, zu Preisdiktat durch Kartellbildung und Ausbeutung der Arbeitnehmer. Laut den Zahlen des Berichts, dominieren in Brasilien, dem weltweit wichtigsten Exporteur von Orangensaft- und Orangensaftkonzentrat, nur noch drei Großkonzerne Produktion und Handel dieser Ware. Dies geht, so zeigt die Studie weiter, aufgrund von Monokulturen, ungerechter Wettbewerbsverdrängung und Landraub, vor allem zu Lasten der Umwelt und der kleinbäuerlichen Strukturen.


Die Untersuchung der Christlichen Initiative Romero und ver.di macht ebenfalls deutlich, dass auch in Deutschland, dem größten Abnehmer des brasilianischen Orangensaftkonzentrats in der EU, nur vier Saftabfüller und  vier große Handelskonzerne (Edeka-Gruppe, Rewe-Gruppe, Schwarz-Gruppe, Aldi-Gruppe) den Markt beherrschen. Doch sie bestimmen nicht nur die Handelskonditionen, sondern entziehen sich immer häufiger, beispielsweise durch Ausgründung ihrer Filialen, ihrer sozialen Verantwortung als Arbeitgeber, so die Studie.

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