Deutscher Fleisch-Export steigt
Umweltverbände warnen vor Folgen für Tierhaltung und Umwelt
Deutschland hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Exportland für Fleisch entwickelt. Das geht aus einer Antwort des Bundeslandwirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der grünen Bundestagsfraktion hervor. Danach wurden 2001 noch 1,5 Millionen Tonnen, 2010 bereits 3,7 Millionen Tonnen Fleisch exportiert. Während der Fleischbedarf in Deutschland noch über dem lag, was im Land produziert wird, war die Situation 2010 umgekehrt: Der „Selbstversorgungsgrad“ lag bei 113 Prozent. Es wurden also 13 Prozent mehr Fleisch produziert als verzehrt. Vor allem wurden mehr Schweine und Hühner geschlachtet. Der Anteil der Rinder und Kälber ging eher zurück.
Bündnis 90/Die Grünen und Umweltorganisationen kritisierten, durch den Anstieg der Fleischproduktion werde die Massentierhaltung gefördert. Außerdem werde immer mehr Futter, vor allem Soja, eingeführt, um die die Tiere zu ernähren. Dadurch belege Deutschland immer mehr Ackerfläche außerhalb Europas, vor allem in Südamerika, mit Beschlag. Bundeslandeswirtschaftsministerin Ilse Aigner sprach sich einen besseren Tierschutz aus, warnte aber wie auch der Bauernverband vor damit verbundenen Preissteigerungen beim Fleisch.
Infos unter:
http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/083/1708337.pdf
www.sueddeutsche.de/85K38n/424607/Mastfabrik-Deutschland.html
www.tagesspiegel.de/zeitung/aigner-tierschutz-macht-essen-teurer/6088720.html
www.bauernverband.de/index.php?redid=152813&mid=469104







