18. April 2013

Diskussion wagen

Der Lebensmittelkonzern Unilever zeigt Profil auf utopia.de

Bis vor kurzem wäre das noch undenkbar gewesen: Der Lebensmittelkonzern Unilever, der in der Vergangenheit vor allem wegen der umfangreichen Verwendung von Palmöl in der Kritik stand, darf sich seit Neuestem auf www.utopia.de präsentieren. Die Webseite gilt als eine der wichtigsten Informationsquellen für die alternative Szene.

Mit dem Eintrag auf utopia.de folgt Unilever seiner Nachhaltigkeitsstrategie, in dem das Unternehmen ehrgeizige Ziele aufgestellt hatte. Neben einer ökologischen Konzernzentrale gehört dazu vor allem die nachhaltige Rohstoffgewinnung. In der Vergangenheit war Unilever wegen der Verwendung von Palmöl in vielen Produkten in die Kritik geraten. Tier- und Regenwaldschützer hatten vor dem Aussterben der Orang Utans gewarnt, deren Lebensräume zunehmend abgeholzt werden, um Platz für Palmölplantagen zu schaffen. Um aus den Negativschlagzeilen herauszukommen, hatte Unilever sich daraufhin dem sogenannten Runden Tisch für nachhaltiges Palmöl (RSPO) angeschlossen. Dieser versucht unter Vorsitz des WWF, Nachhaltigkeit im Palmölanbau zu fördern. Kritiker halten den RSPO-Prozess für viel zu wenig konsequent und werfen dem WWF vor, Konzernen dadurch ein Öko-Alibi zu verschaffen.

Utopia.de, im November 2007 gegründet, ist eine Mischung aus Blog und Forum und eines der zentralen Online-Portale für Nachhaltigkeit. Das Publikum der Webseite zeigt sich gerne sehr entschieden in der Frage, wie nachhaltiges Leben gestaltet werden sollte. Ein Konzern wie Unilever gehört hier zu den Daueradressaten einer vehementen Glaubwürdigkeitskritik. Dementsprechend fielen auch die ersten Kommentare zur Präsenz von Unilever auf utopia.de aus: „Was hat Unilever auf Utopia verloren???“, fragt ein User. Utopia fordert ausdrücklich zur Diskussion mit Unilever auf seiner Seite auf.

http://www.utopia.de/magazin/diskutieren-sie-mit-unilever-ueber-nachhaltiges-palmoel