29. November 2012

Faire Mode liegt im Trend

VERBRAUCHER INITIATIVE gibt Tipps zum fairen Kleidungskauf

Die Berichte über Brände bei Textilherstellern in Asien reißen nicht ab. Die Katastrophen ließen sich verhindern, wenn Modemarken sich stärker für bessere Herstellungsbedingungen engagieren würden. Verbraucher, die darauf nicht warten wollen, können schon jetzt auf faire Angebote ausweichen.

Zu den wichtigsten Siegeln für fair gehandelte Kleidung gehören Fair Wear, GOTS und IVN Naturtextil Best. Ihnen liegen die Bestimmungen der Internationalen Arbeitsorganisation ILO zugrunde, die unter anderem Kinderarbeit, Ausbeutung und Diskriminierung verbieten. „Diese Siegel sind zuverlässig und helfen Verbrauchern, sich zu orientieren“, sagt Saphir Robert, Fachreferentin der VERBRAUCHER INITIATIVE.

Allerdings tragen bislang nur wenige Kleidungsstücke in Kaufhäusern das Fair Wear-, GOTS- oder IVN-Siegel. Saphir Robert empfiehlt daher, auf das Internet auszuweichen, beispielsweise auf Online-Shops wie zuendstoff-clothing.de oder avocadostore.de. „Fair produzierte Mode ist längst kein Nischenthema mehr und genauso trendy und schick wie konventionell produzierte Kleidung“, so Saphir Robert. Sie appelliert an die Verbraucher, Mode nicht als Wegwerfartikel zu begreifen, sondern lieber zu langlebigen, hochwertigen Produkten zu greifen. „Wenn Kleidungsstücke länger als eine Saison getragen werden, dann lässt der Druck nach, möglichst schnell und billig und damit zu unmenschlichen Bedingungen produzieren zu müssen“, sagt die Referentin.

Weitere Informationen zum öko-fairen Konsum bietet die Webseite www.oeko-fair.de der VERBRAUCHER INITIATIVE in der Rubrik "Clever konsumieren/Kleiden und schmücken". Informationen zum Fairen Handel gibt es außerdem im Themenheft „Fairer Handel“. Zum Bestellen oder zum Download unter www.verbraucher.com.