14. Dezember 2012

Fairtrade wirkt

Studie untersucht Auswirkungen des fairen Handels auf Kleinbauern und Regionen

Fairtrade leistet einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Lebensverhältnisse von Kleinbauern und Landarbeitern im ländlichen Raum. Das hat eine Studie des Centrums für Evaluation (CEval) der Universität Saarbrücken ergeben. Danach verfügen Kleinbauern in Fairtrade-zertifizierten Plantagen tatsächlich über höhere Einkommen und arbeiten unter besseren Arbeitsbedingungen. Sie haben einen festen Arbeitsvertrag und können häufig an Weiterbildungsprogrammen teilnehmen. Da letzteres immer wieder an der mangelnden Alphabetisierung der Arbeiter scheitert, richten einige Kooperativen sogar Alphabetisierungsprogramme für ihre Mitglieder ein.

Die Studie zeigt auch, dass die Gesundheitsvorsorge in den Fairtrade-Plantagen tatsächlich besser ist als an anderen Orten, was vermutlich an den regelmäßigen Kontrollen liegt. Eine Besserstellung von Frauen bewirkt Fairtrade allerdings kaum, da traditionelle Rollenmuster häufig stärker wirken.

Die Studie zeigt darüber hinaus, dass sich die verbesserten Einkommen und Arbeitsbedingungen auch auf sogenannte „konventionelle“ Plantagen auswirken. Das CEval empfiehlt, besonders gut funktionierende Faitrade-Ansätze als „Best-Practise-Beispiele“ zu entwickeln, damit andere Kooperativen sich daran orientieren können.

http://www.fairtrade-deutschland.de/fileadmin/user_upload/ueber_fairtrade/fairtrade_wirkt/Impact_Study_2012_Zusammenfassung_der_Ergebnisse.pdf