10. Juni 2013

Fleisch muss teurer werden

Greenpeace-Studie fordert Erhöhung der Mehrwertsteuer

Der Fleischkonsum in Deutschland könnte sinken, wenn der ermäßigte Mehrwertsteuersatz für Fleischprodukte abgeschafft würde und eine Abgabe auf Stickstoffdünger entrichtet würde. Das hat eine Studie des Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft im Auftrag von Greenpeace ergeben. Danach würde der Konsum von Schweinefleisch um fast zehn Prozent sinken, außerdem würde pro Kopf ein Kilo Geflügel und ein halbes Kilo Rindfleisch weniger gegessen.

Laut Greenpeace würde das pro Jahr 3,8 Millionen Schweinen, 60 Millionen Hühner und 180.000 Rindern das Leben retten. Das wiederum erspart dem Klima einen CO2-Ausstoß, wie ihn umgerechnet zwei Millionen Autos pro Jahr produzieren. Außerdem würde die Überdüngung der Felder reduziert. Die Studie empfiehlt darüber hinaus eine Importsteuer auf eiweißhaltige Futtermittel und eine Fettsteuer. Eine Fettsteuer hatte 2011 Dänemark eingeführt. Nachdem sie aber zu hohen Verwaltungskosten bei den Produzenten und zu einem Einkaufstourismus nach Deutschland führte, erklärte die dänische Regierung 2012, die Fettsteuer wieder abschaffen zu wollen.

http://blog.greenpeace.de/blog/2013/06/07/greenbites-der-podcast-von-greenpeace-39-spaghetti-statt-fleisch/