11. Dezember 2013

Fruchtig-knackige Advents-Naschereien

VERBRAUCHER INITIATIVE e. V. über süße Klassiker aus Omas Küche

In der Weihnachtszeit sind Trockenfrüchte, Nüsse und Äpfel beliebte Zutaten für traditionelles Naschwerk. Seit Generationen erfreuen wir uns an Früchtebroten, Stollen, Bratäpfeln und gebrannten Mandeln. Sie schmecken großen wie kleinen Naschkatzen und lassen Erinnerungen an Kindheitstage wach werden. Die VERBRAUCHER INITIATIVE stellt Rezepte aus Großmutters Zeiten vor.

Das Backen in den Wochen vor Weihnachten ist eine jahrhundertealte Tradition. Die süßen Köstlichkeiten aus Trockenfrüchten, Nüssen und anderen nahrhaften Zutaten waren in früheren Zeiten ein besonderer Genuss. „Sie wurden z. B. zum Nikolaustag und an den Weihnachtsfeiertagen gereicht. Am Heiligen Abend endete die Adventsfastenzeit und eine kurze Zeit der üppigen Leckereien begann“, erläutert Alexandra Borchard-Becker von der VERBRAUCHER INITIATIVE e. V. Ein Beispiel für solch traditionelles Gebäck ist - so die Ernährungswissenschaftlerin - das sättigende, süße Früchtebrot. Einem alten Brauch zufolge durfte es erst am 24. Dezember angeschnitten werden. Heute werden Hutzelbrote mit Butter bestrichen in der gesamten Adventszeit z. B. zu Glühwein oder Punsch genossen. Neben getrockneten Birnen und Mehl gehören weitere Trockenobstsorten, gemahlene Nüsse, Mandeln und typische Weihnachtsgewürze wie Anis, Zimt und Nelken in den Teig. Nach dem Backen sollte das Brot vor dem Verzehr mindestens eine Woche ruhen.

Schnell und unkompliziert zubereitet können Bratäpfel die adventliche Tee- oder Kaffeetafel bereichern: Für vier Personen vier mittelgroße Äpfel (Cox Orange oder Boskop) schälen, mit einem spitzen Messer das Kerngehäuse entfernen und dabei den Boden unversehrt lassen. 50 g Marzipanrohmasse, 40 g Mandelstifte, ein bis zwei Esslöffel Apfelsaft und einen Esslöffel Rosinen mischen, die Äpfel damit füllen. In eine mit einem Esslöffel Butter gefettete Auflaufform setzen und auf der mittleren Schiene bei 180 Grad Celsius ca. 30 Minuten backen. Dazu passt Vanillesoße.

Alle Zutaten gibt es auch aus biologischem Anbau und/oder Fairem Handel.

Wie Früchtebrot, Weihnachtsstollen und andere Spezialitäten aus Omas Backstube, z. B. Lebkuchen und Printen, zubereitet werden können, verrät die Broschüre „Wie Oma backen“. Rezepte für die Eigenproduktion von kandierten Äpfeln und gebrannten Mandeln enthält das Heft „Wie Oma naschen“. Daneben bietet es Anregungen für erfrischend-fruchtige Desserts nach dem Weihnachtsbraten, z. B. Birnengelee oder Fruchtsorbet. Beide 16-seitigen Publikationen können unter www.verbraucher.com heruntergeladen oder für 3,55 Euro (inkl. Versand) bestellt werden.