26. November 2012

Gift auf der Haut

Greenpeace wirft Modemarken sorglosen Umgang mit Schadstoffen vor

Führende Modemarken setzen bei der Herstellung von Textilien offenbar Chemikalien ein, die krebserregend oder hormonell wirksam sein können. Das zeigt Greenpeace in einer neuen Studie. Die Umweltorganisation hat 141 Kleidungsstücke aus 29 Ländern von unabhängigen Laboren auf Nonylphenolethoxylate (NPE), Weichmacher, krebserregende Amine und weitere Schadstoffe untersuchen lassen. Alle Markenprodukte enthielten demnach NPE, die zu giftigem Nonylphenol abgebaut werden.

"Modemarken missbrauchen weltweit Flüsse als private Abwasserkanäle und verschmutzen so das Trinkwasser von Millionen Menschen", sagte Christiane Huxdorff, Chemie-Expertin von Greenpeace. Die getesteten Kleidungsstücke - Jeans, Hosen, Kleider, T-Shirts und Unterwäsche - stammen Greenpeace zufolge von Armani, Benetton, C&A, Calvin Klein, Diesel, Esprit, Gap, H&M, Jack&Jones, Levi's, Mango, Metersbonwe, Only, Tommy Hilfiger, Vero Moda, Victoria's Secret und Zara. Fortpflanzungsschädigende Weichmacher (Phthalate) seien in hohen Konzentrationen in bedruckten T-Shirts von Tommy Hilfiger und Armani festgestellt worden, so die Umweltorganisation.

Infos unter http://www.greenpeace.de/themen/chemie/nachrichten/artikel/die_giftige_masche_der_modemarken/