26. November 2012

Industriestaaten müssen handeln

Umwelt- und Hilfsorganisationen fordern mehr Engagement im Klimaschutz

Mit starken Appellen haben Umwelt- und Hilfsorganisationen die internationale Staatengemeinschaft aufgefordert, beim Klimagipfel in Doha (Katar) verbindliche Klimaschutzziele zu vereinbaren. So forderte beispielsweise Huber Weiger, Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), den Pro-Kopf-Ausstoß von Treibhausgasen auf jährlich 1,5 Tonnen zu begrenzen. Ärmere Länder sollten Geld erhalten, um die Folgen des Klimawandels besser bekämpfen zu können. Nach Ansicht von Weiger muss bei dem Klimagipfel zumindest eine sogenannte „Roadmap“ verabschiedet werden, an deren Ende ein neuer Klimaschutzvertrag stehen müsse.

Auf die ungleiche Verteilung der Gefahren, die durch den Klimawandel entstehen, wies auch die katholische Hilfsorganisation Caritas hin. „Das Risiko in Entwicklungsländern aufgrund einer Naturkatastrophe zu sterben ist bis zu 100fach höher als in Industrieländern“, sagte Oliver Müller, Leiter von Caritas international. Er forderte die Industrieländer auf, die Treibhausgase zu reduzieren und die Katastrophenvorsorge in ärmeren Ländern zu verbessern.

Chrisoph Bals, der politische Geschäftsführer von Germanwatch, kritisierte die uneinige Haltung der Bundesregierung in Sachen Klimaschutz. Mit dem Streit zwischen dem Wirtschafts- und dem Umweltministerium werde Deutschland zum „Blockierer des EU-Klimaschutzes".

Informationen unter www.bund.net, www.caritas.de und www.germanwatch.org.