04. November 2014

Ist gutes Essen wirklich teurer?

Öko-Institut veröffentlicht aktuelle Studie

Die eigenen Essgewohnheiten auf öko-faire Lebensmittel umzustellen ist kaum mit Mehrkosten verbunden. Für eine nachhaltigere Ernährung müssen Verbraucher jährlich nur 3 Prozent, also 80 Euro pro Person, mehr ausgeben als bei einer durchschnittlichen Ernährung mit konventionell erzeugten Produkten. Die höheren Preise für Bio- und fair gehandelte Nahrungsmittel können durch einen reduzierten Fleischkonsum nahezu ausgeglichen werden. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie „Ist gutes Essen wirklich teurer? ‚Versteckte Kosten‘ unserer Ernährung in Deutschland“ des Öko-Instituts.

Für insgesamt vier verschiedene Ernährungsstile haben die Forscher konkrete Ernährungstagespläne mit je drei Haupt- und zwei Zwischenmahlzeiten aufgestellt und die jeweils anfallenden Ausgaben über einen Zeitraum von fünf Monaten miteinander verglichen. Die benötigten Lebensmittel wurden in verschiedenen Supermarktketten, einem Discounter, einer Biosupermarktkette sowie einem Genossenschaftsladen eingekauft. Die Auswahl der verschiedenen Ernährungstypen erfolgte entsprechend der Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE).

Neben den unmittelbaren Ausgaben für Verbraucher erforschten die Wissenschaftler auch die Umwelt- und Gesundheitsauswirkungen der unterschiedlichen Ernährungsstile und die damit verbundenen „versteckten“ bzw. „externen“ Kosten für die Gesellschaft.

www.oeko.de/workingpaper/spendenprojekt2012