14. Oktober 2013

Wasserbewusst einkaufen

VERBRAUCHER INITIATIVE zum Welternährungstag

Der zunehmende Wassermangel auf der Erde macht es immer schwerer, genügend Nahrungsmittel für alle Menschen auf der Welt zu produzieren. Ein Grund dafür ist, neben dem Klimawandel, der verschwenderische Umgang mit Wasser bei der Herstellung von Lebensmitteln und anderen Produkten. Zum Welternährungstag am 16. Oktober 2013 plädiert die VERBRAUCHER INITIATIVE e. V. für einen bewussteren Umgang mit der kostbaren Ressource.


Es gibt Waren, die mit besonders viel Wasser hergestellt werden. Für ein Kilo Steak fließen durchschnittlich beispielsweise 16.000 Liter, für ein Baumwoll-T-Shirt 2.700 Liter oder für ein einziges DIN-A4-Blatt 10 Liter Wasser. Auch die Produktion von Obst und Gemüse in warmen, aber regenarmen Gebieten verbraucht Unmengen an Wasser, das den Menschen vor Ort dann nicht mehr zur Verfügung steht. Mit ihrem hohen Fleischkonsum und dem Wunsch, zu jeder Zeit im Jahr alle Sorten von Gemüse und Obst zur Verfügung zu haben, verschärfen die Menschen in den Industriestaaten diese Situation in den Ländern des Südens. Die VERBRAUCHER INITIATIVE empfiehlt deshalb, den Fleischkonsum zu reduzieren und möglichst saisonale und regionale Produkte zu verzehren.


"Der Gebrauch von Wasser lässt sich nicht abstellen, aber man kann ihn verringern und die folgenreiche Verschmutzung des Wassers einschränken" , sagt Laura Gross, Fachreferentin der VERBRAUCHER INITIATIVE. Verbraucher können zum Beispiel


•     ...weniger Fleisch essen: Für ein Kilo Getreide wird nur etwa ein Zehntel der Wassermenge benötigt, die für die gleiche Menge Rindfleisch aufgebracht wird, für ein Kilo Kartoffeln sogar nur etwa ein Hundertstel.
•     ...Produkte mit Bio-Label kaufen: Nahrungsmittel aus der ökologischen Landwirtschaft verschmutzen kostbares Nass weniger. Auch Waren aus dem Fairen Handel werden ressourcenschonend hergestellt, viele sogar kontrolliert biologisch angebaut. Umweltfreundliche Textilien aus Bio-Baumwolle sind ebenfalls eine wasserfreundlichere Wahl.
•     ...auf "saisonal" und "regional" achten: Ein eigentlich bei uns heimisches Gemüse oder Obst, das im warmen Süden angebaut wird, verbraucht ausgerechnet dort Wasser, wo es besonders knapp ist.


Weitere Informationen zum Thema finden Sie im Themenheft "Wasser & Co." der VERBRAUCHER INITIATIVE e. V.. Zum Bestellen oder zum Download unter www.verbraucher.com.