20. Januar 2012

Zu viel Fleisch im Müll

Bewussterer Konsum kann Agrarflächen für Massentierhaltung deutlich verringern

Die Menschen in Deutschland werfen jährlich ein Viertel ihres Fleischeinkaufs in den Müll. Das berichtet der Verband Bioland in einer Pressemitteilung zur Grünen Woche in Berlin. Durch bewussteren Konsum könnten vier Millionen Hektar Agrarfläche frei werden, so die Berechnungen des Verbandes.

62 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche wird in Deutschland laut Bioland derzeit für die Futtermittelproduktion genutzt. Zu diesen 10,4 Millionen Hektar kommen noch einmal 2,3 Millionen Hektar Fläche für die Produktion von Futtersoja vor allem in Südamerika. Dieses System ziehe immense volkswirtschaftliche Folgekosten nach sich, weil die Böden ausgelaugt und überdüngt würden und die Tiere in der Massentierhaltung übermäßig mit Antibiotika versorgt werden.

Bioland appelliert an die Bevölkerung in Deutschland, sich an die Verzehrempfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zu halten. Statt 850 Gramm Fleisch pro Person in der Woche zu essen, sollte dieser Konsum besser bei der Hälfte liegen.

Infos unter www.bioland.de/presse/pressemitteilung/article/1532.html