Biodiesel (RME)

Biodiesel (RME)

Biodiesel ist in Deutschland der "Oldtimer" der Agrarkraftstoffe. Schon seit Ende der 80er wird er angeboten aber es dauerte zehn Jahre, bis Biodiesel breitere Verwendung fand. Biodiesel ist Öl oder Fett, das veredelt wird, indem ihm Methanol beigemischt wird. Das Gemisch wird noch weiter verarbeitet, wobei neben Biodiesel Glycerin für industrielle Zwecke anfällt. Als Rohstoff kommt bei uns fast ausschließlich Rapsöl vor und der Biodiesel daraus heißt Rapsölfettsäure-Methyl-Ester (RME).

Wegen seiner hohen Cetanzahl ist Biodiesel ein regelrechter Schnellzünder, was im Motor durch eine größere Laufruhe und weniger Verschleiß auffällt. Außerdem ist er sehr schmierfähig, enthält recht viel Sauerstoff für einen guten Verbrennungsverlauf und ist sehr schwefelarm. Im Winter bleibt Agrardiesel bis zwölf Grad unter Null geschmeidig und bis minus 20 Grad, wenn "Winterdiesel" beigemischt wird. Nachteilig ist der relativ hohe Anteil an Stickoxiden im Abgas, die mit Hilfe von Harnstoff aber in harmlosen Stickstoff umgewandelt werden können. Biodiesel ist relativ gut biologisch abbaubar - nach drei Wochen ist er fast vollständig zersetzt. Wer mit dem Alternativ-Diesel fahren möchte, muss sein Auto umrüsten.