Hybridtypen und CO2-Einsparungen

Voll-, Mild- und Mikrohybrid

Nahezu jede Antriebsform - ob Benzin, Diesel oder Brennstoffzelle - lässt sich mit einem Elektromotor ausstatten. Grundsätzlich unterschieden werden Hybridfahrzeuge mit parallelem Antrieb, wo Verbrennungs- und Elektromotor das Fahrzeug antreiben können, von seriellen Hybriden, bei denen der Verbrennungsmotor nur noch dazu da ist, Strom für den Elektromotor zu erzeugen. Je nachdem zu welchem Grad der E-Motor in den Antrieb eingebunden ist, unterscheidet man zwischen "Mild"- und "Vollhybriden". 

Es werden auch so genannte Mikrohybride angeboten, die mit viel moderner Technik ausgestattet sind, aber keinen Elektromotor haben und deswegen genau genommen nicht als Hybride durchgehen. Mikrohybride können Bremskraft zu Strom recyceln und den Motor beim Starten mit elektrischer Kraft stärken. Das reicht aus, um das Auto schnell und sparsam zum Laufen zu bringen, weswegen es sich lohnt, es auch bei einem kurzen Halt ganz abzuschalten (Start-Stopp-Funktion).

Das Vollhybridauto kommt dem reinen Elektroantrieb bislang am nächsten und sein bekanntester Vertreter ist der Toyota Prius. In vollhybriden Antriebssystemen können Elektro- und Verbrennungsmotor das Auto nicht nur gemeinsam sondern schon unabhängig voneinander antreiben. Beim Prius bedeutet das konkret, dass er auf Knopfdruck einige tempoarme Kilometer geräuschlos und emissionsfrei rein elektrisch zurücklegen und nur mit Strom anfahren kann.

Mildhybridantriebe werden von vielen Autoherstellern gegenüber den Vollhybriden bevorzugt, denn sie lassen sich einfacher und kostengünstiger herstellen, können aber eine gute Kraftstoff- und damit CO2-Einsparung erreichen. Bei Mildhybridautos läuft der Verbrennungsmotor immer mit und sie können nicht rein elektrisch ins Rollen kommen. Allerdings nimmt der Elektromotor so viel Arbeit ab, dass beim Verbrenner auf Leistung und Hubraum verzichtet werden kann und das spart Sprit.

Effekt für den Klimaschutz

Wie viel CO2-Ausstoß Hybridautos vermeiden, wird unterschiedlich eingeschätzt. Für Mikrohybride reichen die Schätzungen von fünf bis sieben Prozent, für Mildhybride von zehn bis 35 Prozent und für Vollhybride liegen sie zwischen 18 und 40 Prozent. Verbrauchssteigernd schlagen das Gewicht des zusätzlichen E-Motors und vor allem der Batterien zu Buche.