Schwachpunkt Batterie

Schwachstelle Batterie

Das Image als "lahme Ente" mit geringer Reichweite und Schneckentempo haftet Elektroautos nicht wegen ihrer Motoren an - die sind leistungsstark und haben einen deutlich höheren Wirkungsgrad als Verbrennungsmotoren. Dennoch ist es eine große technische Herausforderung, Elektroautos zu entwickeln, die künftig (fast) ohne Otto- oder Dieselmotoren auskommen. Die eigentliche Schwachstelle der Strombetriebenen ist der Energiespeicher.

Akkus, die nach heutigem Stand der Technik am leistungsfähigsten sind und darüber hinaus ein hohes Potenzial zur Weiterentwicklung haben, kennt man aus modernen Laptops oder Mobiltelefonen. Es sind Lithium-Ionen-Batterien, die vergleichsweise oft ge- und entladen werden können und sehr leistungsstark sind. Mit dem Energiegehalt von Treibstoffen wie Benzin und Diesel können die Stromspeicher aber bei weitem nicht mithalten.
 
Lithium-Ionen-Akkus wie in kleineren Geräten sollten nicht in Autos eingesetzt werden, denn Fahrzeuge stellen höhere Anforderungen an einen Elektroenergiespeicher. So ist über die Lebensdauer von Lithium-Ionen-Akkus bekannt, dass sie ihre Aufgabe einige Jahre gut machen, ihre Speicherkraft dann aber spürbar abfällt. Sie müssen ausgewechselt werden, was beim Akkuvolumen für ein Auto enorm teuer wäre. Autoakkus dürfen also erst nach vielen gefahrenen Kilometern oder Ladevorgängen ermüden.

Anders als in kleineren Geräten sind Lithium-Ionen-Batterien in Autos zudem mit einem Sicherheitsrisiko verbunden: Wenn der Motor läuft, kann es im Innern des Wagens sehr warm werden und Temperaturen über 60 Grad halten Lithium-Ionen-Batterien nur schlecht aus. Starke Erschütterungen setzen den Energiespeichern ebenfalls zu. Belastungen können die Batterien mit Kurzschlüssen quittieren, durch die sie in Flammen aufgehen oder gar explodieren können, was Aufprallunfälle umso gefährlicher macht.