Umrüstung oder Neukauf?

Umrüsten: LPG im Vorteil

Wer auf Gas umsteigen will, steht vor der Entscheidung: Neukauf oder Umrüstung, wobei sich Dieselfahrzeuge nicht auf Erdgas und nur mit größerem Aufwand auf Autogas trimmen lassen. Auch bei der Nachrüstung unterscheiden sich Erd- und Autogas stark voneinander. So ist die Umrüstung auf CNG deutlich teurer: Je nachdem wie groß der Erdgastank sein soll, schlägt der Umbau mit 3.500 bis 4.500 Euro zu Buche. Außerdem nehmen die nachträglich eingebauten Gasflaschen viel Platz im Kofferraum weg. Mit bedacht werden muss, dass die Folgekosten des CNG-Umbaus wegen der aufwändigeren Wartung etwas höher sind. Dagegen ist die Umstellung auf Autogas weniger aufwändig und günstiger: zwischen 2.000 und 2.500 Euro müssen dafür veranschlagt werden. Zudem kann der LPG-Tank platzsparend in der Mulde für das Ersatzrad eingebaut werden.

Egal mit welchem Gas nachgerüstet werden soll: Bevor der Wagen in die Werkstatt geht, sollte man sich unbedingt erkundigen, ob der Eingriff in das Innenleben die bisherigen Garantieleistungen des Herstellers beeinträchtigen würde. Bei der Auswahl der Werkstatt sollte nicht an der falschen Stelle geknausert und ein qualifizierter Anbieter gewählt werden.

Eine Daumenregel hilft bei der Umrüst-Entscheidung: Wer ein altes Auto hat und selten oder kurze Strecken fährt, für den rechnet sich ein Umbau eher nicht.

Neuanschaffung: CNG im Vorteil

Viele Autobauer haben Erdgasmobile im Angebot, sie kosten im Schnitt 2.500 Euro mehr als die Benziner der gleichen Baureihe. Bei diesen Neuwagen sind die Gasflaschen gut geschützt in der Bodenseite des Autos eingebaut ("unterflurig") und nehmen keinen Platz im Kofferraum weg. Neuwagen mit Autogasantrieb sind seltener und gegen einen Aufpreis von 2.000 bis 2.800 Euro zu haben.