Infrastruktur

Infrastruktur

Ob Wasserstoff bei uns massenhaft mobil machen wird, entscheidet sich an der Infrastruktur. Vom Herstellen des Kraftstoffes über Transport und Lagerung bis zum Betanken der Autos müsste die Treibstoffkette umgerüstet werden - ein enormer und teurer Aufwand. Einige Experten meinen deswegen, dass sich die Wasserstofftechnologie eher in Schwellenländern ausbreiten wird, die noch nicht durchindustrialisiert sind und wo das Verkehrsnetz im Aufbau formbar ist.

Aber es ist nicht gesagt, dass entwickelte Volkswirtschaften vor der Mammut-Investition zurückschrecken. Ein Beispiel kam aus einer unerwarteten Richtung:  Der als leidenschaftlicher Hummer-Fahrer bekannte Gouverneur der achtstärksten Volkswirtschaft der Welt veranlasste den Bau eines ambitionierten Tankstellennetzes für Wasserstoff: Arnold Schwarzenegger setzte den "California Hydrogen Highway" in Kalifornien durch, an dem 200 Tankmöglichkeiten entstehen sollen, von denen aber erst weniger als 30 eröffnet wurden. Gleichzeitig sollen 20 Prozent des im Sonnenstaat benutzten Wasserstoffs bis 2010 mit erneuerbaren Energien hergestellt werden. Auf kalifornischen Straßen lassen viele Autohersteller Testflotten rollen, aber auch andere Industrieländer investieren in eine Wasserstoff-Infrastruktur. Dazu gehören Japan und einige skandinavische Länder, in Deutschland sind ebenfalls Testfahrzeuge unterwegs und eröffneten erste Wasserstofftankstellen.