Ein Geschäft mit Schattenseiten

Tourismus ist heute ein globales Geschäft, an dem auch viele so genannte Entwicklungsländer ihren Anteil haben. Gerade hier stellt sich jedoch die Frage nach den Wirkungen des Tourismus. Die Meinungen darüber gehen weit auseinander. Die Branche selbst sieht im Tourismus einen bedeutenden Devisenbringer und verweist auf die Vielzahl neu geschaffener Arbeitsplätze in den Entwicklungsländern. Dagegen kritisieren vor allem Entwicklungsorganisationen am wachsenden Tourismus in Entwicklungsländern die folgenden Punkte:
  • Entwicklungsländer haben keine Kontrolle über den Touristenstrom, der zu ihnen kommt. Dieser liegt vielmehr in der Hand multinationaler, meist in den Industrieländern ansässiger Touristikkonzerne.
  • Touristische Monostrukturen machen die Länder wirtschaftlich von diesem Sektor abhängig. Die wirtschaftliche Abhängigkeit ist gefährlich, da es im Tourismus leicht zu enormen Nachfrageschwankungen kommt.
  • Tourismus schafft überwiegend schlecht entlohnte, oft saisonale Arbeitsplätze ohne Qualifizierungsmöglichkeiten.
  • Tourismus in Entwicklungsländern zerstört durch seine massive Konfrontation mit fremden Werten und Verhaltensweisen gewachsene soziale und kulturelle Strukturen, verstärkt soziale Ungleichgewichte und fördert nicht-nachhaltige Konsummuster in den Zielgebieten.
  • Massentourismus in Entwicklungsländern fördert die Prostitution und die Ausbeutung von Kindern in den Tourismuszentren.
  • Ferntourismus schädigt das Erdklima durch den von Flugzeugen verursachten, hohren Kohlendioxid-Ausstroß.
  • In den Zielgebieten schädigt der Tourismus die Umwelt unter anderem durch erhöhten Flächen-, Wasser- und Energieverbrauch und die Zerstörung von Natur.

Die negativen ökonomischen, sozialen und ökologischen Folgen des Tourismus sind insbesondere in Entwicklungsländern nicht von der Hand zu weisen. Ein plastisches Beispiel, wie vielfältig der Schaden ist, den ein auf kurzfristigen Profit angelegtes Tourismusprojekt verursachen kann und wie sich die betroffenen Menschen dagegen wehren, zeigt ein Beispiel aus Peru, das wir Ihnen als Download zur Verfügung stellen.



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