UNESCO-Welterbe

Der Aachener Dom, die Altstadt von Bamberg, die Wartburg und die Zeche Zollverein in Essen sind herausragende Zeugen deutscher Kulturgeschichte. Mit 23 weiteren Natur- und Kulturstätten wurden sie von der UNESCO als Welterbe von "außergewöhnlichem universellem Wert" unter internationalen Schutz gestellt.

Die UNESCO hat sich zur Aufgabe gemacht, der Menschheit einzigartige und schützenswerte Kultur- und Naturgüter zu erhalten. Weltweit sind 750 Stätten in 129 Staaten als Welterbe der UNESCO verzeichnet. Zum UNESCO-Kulturerbe zählen Baudenkmäler, Städteensembles und Kulturlandschaften aber auch Industriedenkmäler und Kunstwerke wie Felsbilder. Das Naturerbe umfasst geologische Formationen, Fossilienfundstätten, Naturlandschaften und Schutzreservate von Tieren und Pflanzen, die vom Aussterben bedroht sind.

Mit knapp 600 Denkmälern überwiegt das Kulturerbe deutlich. Dazu gehören in Europa so unterschiedliche Kulturzeugen wie die Ruinen von Olympia, der Tower von London, die Kathedrale von Chartres, das historische Zentrum von Krakau und das Konzentrationslager Auschwitz. International sind bekannte Wahrzeichen wie die Tempel von Abu Simbel, Taj Mahal, die chinesische Mauer, aber auch viele in Europa weniger bekannte Denkmäler in die "World Heritage List" der UNESCO aufgenommen.

In das Welterbe einbezogen werden auch Kulturlandschaften, die aus der Wechselwirkung von Mensch und Natur entstanden sind. Neben bewusst von Menschen konzipierten Ensembles wie den Gärten von Versailles stehen Landschaften, die wie die Reisterrassen Asiens oder das Bergland von Tongariro in Neuseeland durch die menschliche Arbeit entstanden sind oder hohe religiöse und geschichtliche Bedeutung haben.