Tourismus - Ein Wachstumsmarkt

Strand mit Sonnenschirm/Michael Heimann_pixelio.de

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Die Tourismusbranche gilt weltweit als fünftstärkster Wirtschaftsbereich. Vor allem in den wenig entwickelten ländlichen Gebieten sind Touristikunternehmen oftmals bedeutende Arbeitgeber.

Die Branche wird gern als Wachstumsmotor für den gesamten Dienstleistungsbereich dargestellt. Steigende Einkommen und eine stärkere Freizeitorientierung in den industrialisierten Gesellschaften haben in der Vergangenheit zu einem stetigen Anstieg der Fremdenverkehrszahlen geführt. Die Gäste wollen untergebracht, verpflegt und vor allem unterhalten sein. Boomt das Geschäft, schießen Hotels, Restaurants, Freizeitparks und andere Attraktionen mancherorts wie Pilze aus dem Boden. Darüber hinaus profitiert das Transportgewerbe vom Touristenstrom, denn Reisende sind viel unterwegs.

Die Welttourismusorganisation WTO sagt bis zum Jahr 2020 einen Anstieg der internationalen Touristenankünfte (das sind Ankommende auf Flughäfen, inkl. Durch- und Geschäftsreisende) von heute weltweit 0,6 auf fast 1,6 Milliarden voraus. Schon heute arbeiten nach Angaben des World Travel and Touristic Council (WTTC) weltweit über 250 Mio. Menschen im Tourismusbereich. Mit einem Umsatz von rund 3,5 Mrd US-Dollar werden dort gut 10 % des weltweiten Bruttosozialprodukts erwirtschaftet. Die Organisation sieht in der Tourismusindustrie noch vor der Auto- und der Ölindustrie den bedeutendsten globalen Wirtschaftszweig.

Da erscheinen die Zahlen hierzulande deutlich bescheidener. Im Jahr 2004 machte die deutsche Tourismusbranche einen Umsatz von 140 Mrd Euro, der Sektor hat einen Anteil von etwa 8 % am Bruttoinlandsprodukt. Etwa 2,8 Millionen Menschen arbeiten direkt oder indirekt im Tourismusbereich.