Alternativen zum Autokauf

Car-Sharing

Mietwagen

Mitfahrzentralen

Car-Sharing
Wer selten oder unregelmäßig ein Auto benötigt (vielleicht auch einen Zweitwagen), findet im Auto-Teilen oder Car-Sharing eine kostengünstige Alternative zum individuellen Autobesitz.

Beim professionellen Car-Sharing teilen sich verschiedene Personen die Nutzung mehrerer Autos. Im Schnitt entfällt ein Auto auf 15 bis 20 Nutzer. Verschiedene Autotypen vom Kleinwagen bis zum Transporter stehen an bestimmten Standorten bereit und können bei einer Zentrale gebucht werden. Nach Angaben der Car-Sharing-Organisationen wird dabei eine Verfügbarkeit von über 90 Prozent erreicht. Durch Kooperationen können auch Car-Sharing-Fahrzeuge in anderen Städten reserviert werden. Zusätzlich bietet die Bahn gemeinsam mit lokalen Car-Sharing-Anbietern Mobilität vor Ort, für Bahn- und NetzCardbesitzer sowie Inhaber eines ÖPNV-Jahresabonnements zu vergünstigten Konditionen.

Attraktiv ist Car-Sharing besonders bei jährlichen Fahrleistungen zwischen 5.000 und 7.000 km. Gute Nachrichten auch für die Umwelt. Denn ein Car-Sharing-Auto kann zwischen fünf und zehn Pkws ersetzen. Die Autos sind meist Eigentum dieser Car-Sharing-Organisiation, die auch die Wartung, Reparaturen, Versicherung und die meist monatliche Abrechnung für die Fahrzeugnutzung übernimmt. Die Tarife werden von den lokalen Anbietern festgelegt. Normalerweise muss einmalig eine Kaution hinterlegt und eine Aufnahmegebühr gezahlt werden. Danach können neben zeit- und kilometerabhängigen Nutzungskosten auch monatliche Fixbeträge fällig werden.

In Deutschland wird Car-Sharing an rund größeren 200 Orten angeboten. In ländlichen Gebieten dagegen ist das Angebot dünn. Privates Auto-Teilen mit Nachbarn und Freunden bietet sich hier als Alternative an. Eine Sonderform des privaten Car-Sharing ist rentmycar, eine Internetplattform für die kostenlose Vermietung von Privatfahrzeugen. Nicht nur Privatautos mieten, sondern auch das eigene vermieten kann man ebenfalls bei "rent 'n' roll".

Ausführliche Informationen zum Autoteilen, von lokalen Anbietern über Nutzungsbedingungen bis hin zu Musterverträgen für das private Car-Sharing, finden Sie beim Bundesverband Car-Sharing e.V. (bcs) und beim Verkehrsclub Deutschland (VCD). Die Adressen dieser Organisationen haben wir Ihnen im Service zusammengstellt.

Mietwagen
Mietwagen ab 0,99 € pro Tag - die Billigwelle hat den hart umkämpften Mietwagenmarkt längst erreicht. Mit Sixti oder Interrent gingen Billigableger etablierter Vermieter wie Sixt und Europcar an den Start. Auch ansonsten sind die Preise eingebrochen und so manches Schnäppchen möglich.

Bei Billiganbietern wie auch bei anderen Anbietern lohnt es sich, genau hinzusehen und das Kleingedruckte zu lesen. Die Preisunterschiede sind, selbst bei gleichen Leistungen, enorm und die Intransparenz ebenfalls. Der Vergleich wird erschwert durch unterschiedliche Konditionen wie Freikilometern und den Kosten bei Überschreitung, dem Kaskoschutz oder Extras - hier sucht man vor allem im Internet oft völlig vergeblich nach Preisen. Ansonsten lohnt die Buchung im Web - meist jedenfalls, manchmal aber sind telefonische Anfragen günstiger. Hilfe beim Überblick geben Webportale wie Mietwagenmarkt oder des Bundesverbands der Autovermieter, bei dem auch lokale Anbieter ausfindig gemacht werden können.

Mitfahrzentralen
Daumen raus und Trampen - das ist längst passé. Statt langer Wartezeiten an der Autobahn und Faktor Zufall setzen Mitfahrer besser auf gezielte Online-Suche. Mit der Arbeitsgemeinschaft Deutscher und Europäischer Mitfahrzentralen präsentieren sich "traditionelle" Agenturen ebenso im Netz (bislang aber meist nur mit der Adresse) wie reine Internet-Vermittlungsplattformen. Gegen Gebühr, online häufig sogar kostenlos werden Mitfahrgelegenheiten vermittelt. Die Fahrtkosten sind günstig und werden meist abhängig vom Benzinverbrauch berechnet (Richtschnur ca. 0,10 €/km).