Autokauf

Auf dem Pariser Autosalon 1998 präsentierte VW das erste 3-Liter-Serienauto der Welt. Das Ein-Liter-Auto war angekündigt. Der Lupo ist auch heute noch "Umweltspitze" - aber: Der Durchbruch der neuen Autogeneration lässt auf sich warten.



Darf′s ein bisschen weniger sein?
Wer kosten- und umweltbewusst fahren will, sollte zunächst prüfen, welche Fahrbedürfnisse normalerweise abgedeckt werden müssen. Unterschiedliche Kilometerpreise ab 26 Cent bei Kleinwagen und über einem Euro in der Oberklasse (bezogen auf 15.000 km jährliche Laufleistung und vier Jahre Haltedauer) können sich im Laufe eines Autolebens zu beträchtlichen Differenzen summieren. Schon unter Kostengesichtspunkten ist es daher eine Überlegung wert, bei einer kleineren Klasse einzusteigen, die den durchschnittlichen Alltagsbedarf abdeckt und für besondere Anlässe auf Alternativen wie Bahn, Mietwagen, Taxi oder Car-Sharing zu setzen. Mit den geringeren Fixkosten eines kleineren Autos rechnet es sich auch eher, öfter auf umweltverträgliche Verkehrsmittel umzusteigen.

Wenn schon eins, dann möglichst umweltverträglich. Eine wesentliche Rolle spielt der Benzinverbrauch. Kleinere Wagen mit geringem Gewicht haben auch hier die Nase vor. Spitzenreiter Lupo kommt auf 2,7 l innerorts. Bei den Grenzwerten sollte die strengeren Abgaswerte für Euro4D4 eingehalten werden, das spart zudem Steuern. Wer auf der Suche ist, findet in der VCD Auto-Umweltliste einen unschätzbaren Ratgeber für die Kaufentscheidung. Über 300 Modelle prüft der Verkehrsclub Deutschland in seinem jährlichen Umweltcheck. Neben Kohlendioxid gehen Belastungen von Menschen und Natur durch Lärm, Kanzerogene (krebserregende Stoffe) und andere Schadstoffe in die Bewertung ein. Die Einstufung in fünf Kategorien und die Top-Ten-Listen, auch für Kompaktklasse, Familienautos und Mini-Vans bieten eine rasche Übersicht und erleichtern die Auswahl. Die längst fällige Umsetzung der EU-Richtlinie zur Kennzeichnung des Kraftstoffverbrauchs in deutsches Recht, mit dem Verbraucher den Energiebedarf bei der Anschaffung klar erkennen können, steht noch aus.

Tipp: Berechnen Sie für einen bestimmten Zeitraum die Kosten für jede Fahrt oder schreiben Sie all Ihre Ausgaben rund um das Auto (Benzin, Anschaffung, Kfz-Steuer, Haftpflichtversicherung, Wartung, Reperatur, Garagenmiete, Parkgebühren) auf. Sie erhalten so ein besseres Gefühl für die wirklichen Auslagen. Am Ende dieser Seite stellen wir Ihnen eine Tabelle mit den ungefähren Kosten in den unterschiedlichen Größenklassen zum Download zur verfügung. Bequem berechnen können Sie die Kosten auch über den Umweltmobilcheck der Deutschen Bahn. Detaillierte Berechnungen zu einzelnen Modellen gibt es beim ADAC. Die Adressen finden Sie im Service.

Benziner, Diesel oder alternativer Antrieb?
Für Vielfahrer und bei langer Haltedauer sind Diesel im Unterhalt kostengünstiger. Mit inzwischen 40 % der Neuzulassungen steigt die Zahl der Dieselfahrzeuge weiter an. Ökologisch und gesundheitlich unproblematisch sind sie dennoch nicht: Bedenklich ist vor allem der Ausstoß krebserzeugender Rußpartikel. Außerdem emittieren Diesel auch acht- bis zehnmal mehr Stickoxide als Benziner und tragen damit zum Sommersmog bei. Die bisherigen Maßnahmen zur Partikelminderung wie Verbesserungen der Verbrennung konnten einen Anstieg der Partikelemissionen nicht verhindern. Eine weitere effektive Senkung weit über 90 % kann nach dem Stand der Technik nur durch Partikelfilter erreicht werden. Wer sich für einen neuen Diesel interessiert, sollte daher unbedingt ein Modell mit Filter kaufen. Das Angebot ist zwar unverändert beschränkt, die Modellauswahl vergrößert sich aber erfreulicherweise seit kurzem merklich. Aktuelle Modellübersichten veröffentlicht der Verkehrsclub Deutschland (siehe Service).

Die meisten anderen alternativen Antriebe wie Biokraftstoffe oder Wasserstoff sind auf absehbare Zeit nicht wirtschaftlich oder haben andere Umweltnachteile wie etwa den Flächenverbrauch, die Grundwasser- und die Bodenbelastung im Falle von Bio-Diesel. Die besten Aussichten haben Erdgas-Fahrzeuge, für die auch vermehrt die erforderliche Infrastruktur wie Tankstellen entsteht. Vorrang hat daher derzeit die Einsparung von Kraftstoff bei konventionellen Fahrzeugen. Am Ende dieser Seite stellen wir Ihnen einen Überblick des Umweltbundesamtes über die Vor- und Nachteile alternativer Kraftstoffe und Fahrzeugantriebe zum Download zur Verfügung.

Reifen
Reifen mit niedrigem Rollwiderstand senken den Spritverbrauch, leise Reifen verringern die Lärmbelastung. Lärm- und kraftstoffsparende Reifen sind am "Blauen Engel" zu erkennen. Außerdem hat das Umweltbundesamt online die Ergebnisse des Pkw-Reifentests veröffentlicht. Darin wurde auch das Aquaplaningverhalten und die Nassbremsverzögerung gemessen, die Aussagen macht über die Bremsweglänge auf nasser Fahrbahn.



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