Clever und umweltschonend fahren

Sie schonen Umwelt und ihren Geldbeutel, wenn Sie durch clevere Autonutzung Benzin oder Diesel sparen.

Kraftstoffsparender Fahrstil
Ein veränderter Fahrstil kann bis zu einem Drittel Benzin sparen und den Motor schonen. Dazu genügen bereits einige einfache Maßnahmen:

  • Schalten Sie schnell und fahren Sie niedrigtourig, Fahren im höchstmöglichen Gang gehört zu den Grundbedingungen fürs Benzinsparen. Schalten Sie in der Stadt spätestens bei 2.000 U/min, bei Tempo 30 in den dritten oder vierten, bei Tempo 50 bis 60 in den vierten oder fünften Gang.
  • Fahren Sie vorausschauend und gleichmäßig, denn Anfahren und Beschleunigen verbrauchen viel Benzin. Schwimmen Sie mit dem Verkehrsstrom, halten Sie ausreichend Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug und legen Sie den Leergang ein, wenn Sie auf eine rote Ampel oder ein Hindernis zufahren.
  • Stellen Sie den Motor bei Kurzstopps aus. Das lohnt sich schon bei einem Halt von mehr als 10 - 20 Sekunden. 
  • Vermeiden Sie Kurzstrecken. Benzinverbrauch und Verschleiß sind bei kaltem Motor besonders hoch. Verbinden Sie mehrere Wege, wenn Sie bei einer Besorgung nicht aufs Auto verzichten können und nutzen Sie für kurze Strecken vermehrt das Fahrrad
  • Verringern Sie den Rollwiderstand. Kontrollieren Sie den Reifendruck regelmäßig und achten Sie darauf, dass Sie mindestens mit dem Reifendruck fahren, den der Hersteller für ein vollbeladenes Fahrzeug bei Höchstgeschwindigkeit empfiehlt. Ziehen Sie beim nächsten Wechsel Reifen mit dem Blauen Engel auf.
  • Reduzieren Sie das Gewicht und den Luftwiderstand Ihres Autos. Bauen Sie Dachgepäckträger nach dem Gebrauch möglichst rasch wieder ab, denn neben Anbauteilen wie Spoiler sind sie besondere Spritfresser. Entfernen Sie unnötigen Ballast, ob eingebaut oder lose auf der Rückbank, im Kofferraum oder im Handschuhfach. Achten Sie bei einer Neuanschaffung auf eine leichte Ausstattungsvariante.
  • Schalten Sie unnötige Stromverbraucher aus. Denn die Belastung der Lichtmaschine zieht einen höheren Treibstoffverbrauch nach sich. Stromfresser Nummer eins ist die Klimaanlage, aber auch andere Funktionen wie Fernlicht, Nebelschlussleuchten oder Heckscheibenheizung machen sich bemerkbar.

Tipp: Wer Genaueres "erfahren" will, kann an einem Fahrspartraining wie Eco-Driving teilnehmen. Ausführliche Informationen zum Spritsparen bietet auch der NABU in seiner Broschüre "Umschalten - ganz einfach Sprit sparen." Ausführliche Informationen zu diesen Angeboten finden Sie im Service.

Fahrgemeinschaften
Fast zwei Drittel der Berufspendler fahren in Deutschland mit dem eigenen Pkw zur Arbeit. Im Schnitt sitzen 1,4 Personen in jedem Auto. Die Folge: Der alltägliche Stau ist für viele fester Bestandteil des Arbeitsweg. Und teuer ist es obendrein. Fahrgemeinschaften unter Nachbarn oder Kollegen bieten sich an. Aber nicht immer weiß man, wo welcher Nachbar arbeitet. Und nicht immer hilft das "Schwarze Brett" am Arbeitsplatz weiter. Wer in Nordrhein-Westfalen oder Stuttgart wohnt, hat Glück und kann online beim Pendlernetz suchen. Auch einige Mitfahrzentralen vermitteln für den Berufsverkehr.

Wer sich nicht gegenseitig abwechselt, sollte eine Pauschale (ca. 0,10 €/km) verrechnen, die zumindest die Spritkosten abdeckt. Steuerlich kann jeder Pendler die Entfernungspauschale als Werbungskosten absetzen. Pro Arbeitstag können 0,30 € pro Kilometer für die einfache Strecke geltend gemacht werden.

Eine besondere Insassenunfallversicherung muss der Fahrer oder Halter nicht mehr abschließen, denn seit 2002 zahlt die Kfz-Haftpflicht bei unverschuldeten Unfällen für Schadenersatz oder Schmerzensgeld von Mitfahrern. Zusätzlich deckt die gesetzliche Unfallversicherung den Weg zur Arbeit mit ab. Sie kommt für Heilbehandlungen aber auch Rentenzahlungen auf.

Autoreisezug und Fähren
Das Auto im Huckepack mitzunehmen kann eine Alternative sein, wenn es an einem entfernten Zielort zur Verfügung stehen soll. Zwischen Westerland und Lörrach kann bei der Bahn eingeladen werden. Im Ausland werden Ziele in Österreich, Italien und Südfrankreich bedient. Auch wenn die Fahrt auf den ersten Blick nicht ganz billig erscheinen mag (für Berlin-Bozen und zurück sind beispielsweise allein für das Auto mindestens 265 € fällig), muss ein Vergleich mit den Vollkosten für ein Auto nicht negativ für die Bahn ausfallen. Von der Bequemlichkeit, auch der möglichen Anreise nachts, ganz zu schweigen. Informationen zu Strecken, Fahrzeiten, Preisen und Service gibt es bei der Deutschen Bahn. Im Mittelmeer, in Ost- und Nordsee lohnt sich ein Blick auf die zahlreichen Verbindungen der Autofähren, zum Beispiel beim Verband der Fährschifffahrt und Fährtouristik.