Mobil in der Region
Einsteigen, losfahren - mit diesen Vorteilen besticht das Auto. Auch die Benzinkosten sind meist deutlich geringer als der Fahrschein für eine vergleichbare Strecke mit Bus und Bahn. Werden jedoch die Gesamtkosten berücksichtigt, fällt die Kostenbilanz relativ schnell zu Gunsten des Öffentlichen Nahverkehrs aus. Schon für einen Kleinwagen müssen zwischen 0,26 und 0,33 für jeden gefahrenen Kilometer veranschlagt werden, wenn neben Benzin die anderen Kostenfaktoren - von der Anschaffung über Kfz-Steuer, Haftpflichtversicherung, Wartung, Reparatur bis hin zu Garage und Parkgebühren - berücksichtigt werden. Bei einer jährlichen Fahrleistung von 15.000 km summiert sich dies auf mindestens 3.900 im Jahr oder über 300 monatlich.
Die Umweltbilanz im Nahverkehr ist abhängig von vielen Faktoren. In einzelnen Fällen kann der Pkw sogar besser abschneiden. So wird der Kraftstoff-Verbrauch beeinflusst durch Fahrzeuggewicht, Motortechnik oder Haltestellenabstand. Insgesamt liegt der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) in der Umweltbilanz deutlich vor dem Pkw, sparsamste Pkws kommen aber in die Nähe dieser Werte. Im Vorteil sind Busse und Bahnen eindeutig bei einer hohen Auslastung wie im Berufs- oder Ausbildungsverkehr. In nachfrageschwachen Zeiten wie abends kann sich dies bei einem gut besetzten Pkw aber umkehren. In Bezug auf Ozonbildung, krebserregende Stoffe und vor allem bei Treibhausgasemissionen schlägt der Öffentliche Nahverkehr den Pkw meist deutlich.
Für den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel aber gilt aus Sicht des Einzelnen in allen Fällen: Durch Verzicht auf die Autofahrt entfällt die damit verbundene Umweltbelastung völlig. Gleichzeitig fällt die zusätzliche Belastung durch die ÖPNV-Fahrt, der in jedem Fall fährt, kaum ins Gewicht. Detaillierte Ergebnisse enthalten die Broschüren "Bus, Bahn und Pkw im Umweltvergleich" des Verkehrsclub Deutschland und die "Mobilitätsbilanz" der Deutschen Bahn, über die wir Sie im Service informieren.








