Konventioneller Anbau

Schon Ende des 19. Jahrhunderts begann der planmäßige Anbau von Bananen für den Export. Auf der Jahrhundert-Ausstellung in Philadelphia im Jahr 1876 kostete erstmals das US-amerikanische Publikum von der süßen gelben Frucht. 1899 wurde die United Fruit Company gegründet, die im großen Stil Bananen anbaute und in den USA und Europa vermarktete. Die Fruchthandelsunternehmen legten Plantagen an, auf deren riesigen Flächen nichts als Bananenpflanzen wuchsen. Diese Anbauform ist noch heute üblich. Für die Anlage und den Erhalt der Rentabilität der Plantagen werden auch heute noch Wälder gerodet. Durch den großflächigen Anbau von Bananen für den Export werden Umwelt und Menschen stark in Mitleidenschaft gezogen.

Die Bananenpflanzen werden aus Schösslingen gezogen. Sobald die Fruchtstände ausgetrieben haben, werden sie mit Plastiksäcken umhüllt. Das schützt die Früchte während des Wachstums vor Staub, Vögeln und Insekten. Das warme, feuchte Klima in dieser Umhüllung unterstützt die Entwicklung der Früchte. Die Plastiksäcke sind von innen mit Pflanzenschutzmitteln behandelt, die Schimmel und Krankheiten von den wachsenden Bananen fern halten sollen. In einer Plantage stehen gleichzeitig Pflanzen unterschiedlichen Alters, so dass jede Woche im Jahr geerntet werden kann. Wie weit jede Pflanze ungefähr ist, erkennen die Arbeiter an der Farbe der Plastiksäcke oder Markierungen durch bunte Bänder: Sie zeigen an, wann die Stauden umhüllt worden sind. Während die Bananen wachsen, sind allerhand andere Arbeiten zu erledigen: Abgestorbene Pflanzen werden umgeschlagen und zerkleinert, Unkraut wird entfernt und Schädlinge werden bekämpft. Nicht zuletzt müssen die Plantagen gedüngt werden, da die von Natur aus nährstoffarmen Urwaldböden durch den intensiven Anbau schnell auslaugen. Chemisch-synthetische Düngemittel sorgen dafür, dass die Bananen dennoch reifen.