Handel mit Bio-Bananen

Bio-Bananen sind auf dem Vormarsch. Im Jahr 2002 importierte die Europäische Union etwa 80.000 Tonnen Bananen aus ökologischem Anbau, die Tendenz ist steigend. Die ökologisch erzeugten Früchte werden vor allem von spezialisierten Bio-Läden verkauft, nur in Großbritannien, Frankreich und der Schweiz haben Supermärkte den größten Anteil am Verkauf.

Führend im ökologischen Bananenanbau sind Ecuador und die Dominikanische Republik. Auch Peru holt langsam auf. Allein in der Dominikanischen Republik wurden im Jahr 2002 mehr als 250.000 Tonnen Bananen ökologisch erzeugt. Ghana, die Kanarischen Inseln und einige Karibik-Inseln bauen ebenfalls verstärkt unter ökologischen Bedingungen an. Wie die konventionell erzeugten Früchte gehen auch Bio-Bananen vor allem in die USA, nach Europa und nach Japan. Und wie die konventionellen Bananen finden auch Bio-Bananen nur nach den Regeln der Bananenmarktordnung Zugang zu den Europäischen Absatzmärkten.

Ökologischer Bananenanbau erfolgt in Mischkulturen mit anderen Nutzpflanzen. Entsprechend handeln Bio-Bananen-Anbieter in der Regel auch mit anderen tropischen Früchten. Auch in diesem Bereich liegt die Marktmacht meist in der Hand weniger Firmen. In den USA werden 80 % des Imports und Absatzes von tropischen Früchten aus ökologischem Anbau von sechs Firmen kontrolliert. In der EU werden tropische Früchte von etwa 20 Unternehmen gehandelt, etwa 20 weitere sind darauf spezialisiert, verarbeitetes Bio-Obst zu vermarkten.