Bewässerung
Obwohl Dattelhaine in den heißesten Anbauregionen der Welt bewirtschaftet werden, ist eine Form der künstlichen Bewässerung am weitesten verbreitet, die das meiste Wasser verschwendet: Um die Pflanzen mit Nass zu versorgen, wird der komplette Plantagenboden einfach überflutet. Dabei geht sehr viel Wasser ungenutzt verloren, weil es verdunstet oder an Stellen versichert, wo es die Wurzeln nicht erreicht. Aber weil dieses Bewässerungssystem so einfach anzulegen und zu unterhalten ist, kostet es auch am wenigsten. Selbst in einer Wohlstandsregion wie Kalifornien greift man im Dattelanbau auf die Überflutungsmethode zurück. Dort werden jährlich je Hektar 27.000 bis 36.000 Kubikmeter Wasser eingesetzt, während es im marokkanischen Dattelanbau 13.000 bis 20.000 Kubikmeter sind.
Das unter chronischer Wasserknappheit leidende Israel leistet sich das wassersparendste und zugleich teuerste Bewässerungssystem: dort werden die Dattelpalmen mit der modernen Tröpfchenbewässerung versorgt, die auch in Israel entwickelt wurde. Bei der Tröpfchenbewässerung wird fast kein Wasser vergeudet und jeder Palme kann genau so viel Wasser zugeführt werden, wie sie tatsächlich benötigt.
Wie viel Wasser im Anbau eingesetzt werden muss hängt nicht nur von der Bewässerungsmethode ab: Neben der Dattelsorte und dem Klima beeinflusst auch die Beschaffenheit des Bodens den Wasserverbrauch. Wenn der Boden zum Beispiel sehr salzig ist, muss ein Teil des Salzes mit Wasser ausgewaschen werden. Der Verbrauch steigt auch bei einem sandigen Untergrund, in dem das Wasser leichter versickert. Auf solchen Böden ist die Flutungsbewässerung besonders verschwenderisch.








