Die Dattel

Datteln werden zwischen vier und fünf Zentimeter lang und wenn sie reif sind, haben sie einen warmen, goldbraunen Farbton. Sie sind umso wertvoller je dünnhäutiger, weicher und saftiger sie sind. Für die Vermarktung unterscheidet man Datteln auch nach Farbe, Zuckergehalt und Aroma. Grob lassen sich Datteln in drei Gruppen einteilen: weiche, trockene und halbtrockene Früchte.

Für den Export eignen sich die Halbtrockenen am besten, weil sie sowohl fein als auch lagerfähig sind. Die beliebteste Exportdattel ist die bernsteinfarbene "Deglet Nour", deren Geschmack an Nougat oder Karamell erinnert. Ihr Name bedeutet "Finger des Lichts", weil ihr zartes, bissfestes Fleisch im Sonnenlicht so durchscheinend ist, dass man die Kontur des Steines erahnen kann. Die auch "französische Muskatdattel" genannte "Deglet Nour" muss nur für kurze Zeit getrocknet werden, damit sie haltbar ist und bewahrt deswegen einen guten Teil ihrer Saftigkeit. Sie wird in den sonnenverwöhnten Ländern Tunesien, Algerien und Israel sowie dem Bundesstaat Kalifornien angebaut und erzielt am Weltmarkt einen der höchsten Dattelpreise. Ein Nachteil ist, dass im Anbau der Edeldattel doppelt so viel Wasser verbraucht wird wie beim Anbau der lokalen Sorten ("Communes"), obgleich "Deglet Nour" auch höhere Erträge bringt. Als beste aller Dattel gilt die weichfleischige Königsdattel, auch "Berber-Dattel" genannt.