Fuß im Wasser, Kopf in der Sonne
Dattelpalmen stellen nur geringe Ansprüche an ihre Umwelt und ein arabisches Sprichwort sagt ihnen nach, sie haben gern "den Fuß im Wasser und den Kopf in brennender Sonne". Hitze, Trockenheit oder Sandstürme machen den wichtigsten Nutzpflanzen der Oasenwirtschaft nichts aus. Verglichen mit anderen an extreme Trockenheit angepasste Pflanzen haben sie einen recht hohen Wasserbedarf. Größere Dattelpalmen können den aber oft ohne künstliche Bewässerung stillen, weil ihre Wurzeln bis ins Grundwasser reichen. Vom Aufbau könnte das Wurzelwerk wegen der großen Zellzwischenräume zu einer Wasser- oder Sumpfpflanze gehören, wo die Interzellulare für eine gute Gewebedurchlüftung sorgen. Einem Sumpf nicht unähnlich lässt neben dem Grundwasser auch sehr feiner Wüstensand die äußere Versorgung der Palmenwurzeln mit Luft kaum zu.
Dafür, dass Dattelpalmen für ein Wüstengewächs recht durstig sind, nehmen sie es mit der Güte des Wassers nicht so genau. Als eine von sehr wenigen Nutzpflanzen tolerieren sie Wasser mit einem Salzgehalt, der fast so hoch sein darf wie bei Meereswasser. Auch die an vielen Stellen sehr salzigen Böden der Sahara hindern sie nicht am Wachstum. Empfindlich reagieren Dattelpalmen hingegen auf kühle Temperaturen und ab sieben Grad Celsius abwärts stellen sie ihr Wachstum ein. Im Jahresdurchschnitt ist es in den Anbauregionen etwa zwischen 21 (z.B. Namibia, Tunesien) und 28 (Mali) Grad Celsius warm.








