Transport im Morgengrauen

Bevor Datteln in den Handel gehen, müssen sie gereinigt werden: Sie werden entweder mit Wasser gewaschen , mit Dampf von Schmutz befreit oder mit Pressluft entstaubt und entsandet.

Anschließend werden die Datteln in Container zu je 200 bis 450 Kilo geladen oder in große Holz-, Plastik- oder Pappkisten gelegt und anschließend zur Packstation gefahren sofern diese nicht direkt an die Plantage angebunden ist. Je reifer und feuchter die Früchte sind, desto vorsichtiger müssen sie beim Transport behandelt werden, sonst bekommen sie unansehnliche Druckstellen oder werden zerquetscht. Beschädigte oder faulige Früchte werden aussortiert und können an Tiere verfüttert werden.

Zur Packstation werden die Früchte am frühen Morgen gebracht, damit sie der Hitze möglichst kurze Zeit ausgesetzt sind. Auf längeren Strecken wird ein Kühlsystem benötigt. Ein zügiges Fahrtempo soll verhindern, dass sich vom Dattelduft angelockte Insekten auf den Früchten niederlassen. In der Packstation werden sie gründlich von Insekten und ihren Eiern sowie Larven befreit, denn andernfalls wären die Datteln nicht lagerfähig und es könnten Schadtiere in andere Ländern eingeschleppt werden. Nach konventioneller Methode werden die Insekten mit Brommethan ausgeräuchert, einem hochgiftigen Gas, das auch die Ozonschicht angreift. In Deutschland ist Brommethan als Begasungsmittel seit 2006 verboten. Biodatteln werden mit Kohlendioxid oder Hitze von ungewollten Passagieren befreit.

Weitertransportiert werden die Datteln zu Land, zu Wasser oder in der Luft, wobei die Verschiffung am kostengünstigsten ist. Damit sich die Datteln möglichst lange halten, reisen sie oft in Kühlcontainern. Nach traditioneller Art werden trocknere und daher robuste Früchte transportiert, die nicht gekühlt werden brauchen.