Die Partner der gepa

Bio-Fruchtaufstriche aus Kolumbien
Die gepa arbeitet mit der Organisation ASPROME (Asociación de Producción y Mercadeo para la Educación) zusammen, die gegründet wurde, um Kleinbauern bei der Vermarktung ihrer Produkte zu unterstützen. Viele Bauern in der Region sind auf den Anbau von Drogen wie Coca und Mohn angewiesen, um ihren Lebensunterhalt zu sichern, denn die Preise für diese Produkte sind deutlich höher als die für andere landwirtschaftliche Produkte. Hinzu kommt, dass es an attraktiven Vermarktungsmöglichkeiten dafür fehlt. ASPROME setzte sich dafür ein, den Bauern ein Auskommen abseits vom illegalen Coca- und Mohnanbau zu sichern und unterstützte den Anbau, die Vermarktung und Verarbeitung von Früchten. Inzwischen umfasst die Organisation 11 Basisorganisationen mit insgesamt 450 Bauernfamilien, die u. a. Orangen, Papayas, Mangos und Guaven nach den Richtlinien der EG-Ökoverordnung anbauen. Soziale Einrichtungen wie Bildungs- und Freizeitstätten gehören ebenfalls zum Projekt, in dem auch das gemeinschaftliche Arbeiten und Solidarität gefördert werden. Bis auf den Physalis-Fruchtaufstrich sind alle Fruchtaufstriche der ASPROME mit dem Bio-Siegel ausgezeichnet.

Marmeladen, Konfitüren und Chutneys aus Swasiland
Projektpartner der gepa ist Eswatini Swazi Kitchen, ein gemeinnütziger Betrieb, der sich um sozial schwache und benachteiligte Frauen kümmert und sie beschäftigt. Überschüsse aus dem Verkauf der Produkte werden in soziale Projekte investiert. Die Frauen, die bei Eswatini Swazi Kitchen arbeiten, haben zuvor oftmals als Prostituierte gearbeitet und waren drogenabhängig. Nach dem Entzug finden sie hier eine Unterkunft, Arbeit und können sich weiterbilden, so dass sie einen Beruf ergreifen können.

Zusätzlich engagiert sich der Betrieb in der Kinder- und Jugendhilfe. In einem Zentrum werden Waisen und Straßenkinder betreut, erhalten eine Unterkunft und regelmäßige Mahlzeiten. Zu diesem Zentrum gehören neben Waisenhäusern eine Bäckerei, eine Gärtnerei und eine Baumschule, in denen die Jugendlichen ausgebildet werden. Um Kindern eine Schulbildung zu ermöglichen, die in Swasiland kostenpflichtig ist, vergibt das Zentrum Stipendien an 400 Kinder, die dann nur noch die Hälfte der Schulgebühr bezahlen müssen. Diese Maßnahmen werden durch den Überschuss finanziert, den der Betrieb erwirtschaftet.

In dem Betrieb selbst arbeiten 23 festangestellte Frauen mit einem festen monatlichen Gehalt, einer Fünf-Tage-Arbeitswoche mit geregelten Arbeitszeiten und bezahlten, extra vergüteten Überstunden. Zusätzlich kommen nach Bedarf vor allem in den Monaten Januar und Juli Saisonarbeitskräfte dazu, die nach Stunden bezahlt werden. Durch die feste Anstellung, das regelmäßige Einkommen mit zusätzlichen Bonuszahlungen, soziale Absicherung und Sozialleistungen wie z. B. Zuschüsse zur Rentenversicherung haben die Frauen eine gesicherte Lebensgrundlage und können außerdem etwas Geld ansparen. Mithilfe der Ersparnisse können sie z. B. Arztrechnungen oder das Schulgeld für die Kinder bezahlen. Die Frauen stellen Marmeladen, Konfitüren und Chutneys nach eigenen Rezepten aus den heimischen Obst- und Gemüsesorten her.

Das Obst und Gemüse wird von ca. 20 Kleinbauern-Farmen aus dem Umland gekauft. Die Mitarbeiterinnen helfen den Bauern oftmals bei der Ernte und holen die Lebensmittel direkt bei den Bauern ab, wenn diese keine Transportfahrzeuge besitzen.

Ananas-Konfitüre aus Laos
In Laos arbeitet die gepa mit ASDSP (Association de Soutien au Développement des Sociétés Paysannes au Laos) zusammen. Diese Organisation vermarktet die Produkte laotischer Kleinbauern im In- und Ausland und unterstützt die Produzenten unter anderem beim Anbau und bei der Qualitätssicherung. Die Zusammenarbeit mit ASDSP ermöglicht den Bauern einen Zuverdienst für die Sicherung des Lebensunterhaltes. Die Organisation engagiert sich vor allem für die Einrichtung von Bewässerungssystemen beim Reisanbau, um die sonst übliche Brandrodung zur Gewinnung von neuen Anbauflächen zu stoppen. Durch ihre Beratung, Unterstützung und Vermittlung konnten die Reis-Produzenten mithilfe von günstigen Krediten Staudämme bauen, wodurch für etwa 200 Familien der Reisanbau ohne Brandrodung möglich wurde. Weiterhin legt ASDSP Wert auf ökologischen Anbau und vermittelt den Reisbauern die entsprechenden Kenntnisse. Eine Zertifizierung konnte bisher aus Kostengründen noch nicht vorgenommen werden.

Die Früchte für die Ananas-Konfitüre stammen von wildwachsenden Ananasbäumen. Sie werden von den Kleinbauern, die auch Reis anbauen, in den Wäldern gesammelt und dann zu ASDSP gebracht. Dort werden sie von ca. 30 Mitarbeitern zu Konfitüre weiterverarbeitet.