Brotaufstriche

Zu den Brotaufstrichen gehören:

Sie werden aus Früchten, der Fruchtpulpe (= Fruchtfleisch als genießbarer Teil der Frucht) und dem Fruchtmark (= zerkleinertes Fruchtfleisch) sowie Fruchtsaft, wässrigen Auszügen von Früchten, Schalen von Zitrusfrüchten und verschiedene Zuckerarten hergestellt. Marmeladen, Konfitüren und Gelees enthalten ingesamt mindestens 60 % Zucker.


Rechtlich dürfen nur Produkte aus Zitrusfrüchten Marmelade heißen. Neben mindestens 20 % Früchten wie Orangen, Zitronen oder Grapefruits besteht sie aus Zucker, wässerigen Auszügen oder Schalen der Früchte. Früchte, deren Schale nach der Ernte gewachst wurden, dürfen nicht verwendet werden.

Bei Konfitüre haben Verbraucher die Wahl zwischen einfacher Konfitüre und Konfitüre extra. Konfitüre extra besteht aus Zucker und der Fruchtpulpe einer oder mehrerer Fruchtarten. Äpfel, Birnen, Melonen, Wassermelonen, bestimmte Pflaumensorten, Weintrauben, Kürbisse, Gurken und Tomaten dürfen allerdings nicht verarbeitet werden. Konfitüre extra muss mindestens 45 g Frucht in 100 g aufweisen. Für einige Früchte wie etwa Maracuja, schwarze Johannisbeeren, Quitten oder Ingwer sind jedoch auch geringere Fruchtgehalte zulässig.
Konfitüre einfach darf neben der Fruchtpulpe auch Fruchtmark enthalten. Zudem darf sie aus ausnahmslos allen Früchten hergestellt werden. Der Fruchtanteil liegt, bis auf einige Ausnahmen, bei mindestens 35 %.

Gelee wird ebenfalls als Gelee extra und Gelee einfach angeboten.
Gelee extra enthält Zucker und Fruchtsaft oder wässerige Fruchtauszüge. Nur Äpfel, Birnen, Melonen, Wassermelonen, bestimmte Pflaumensorten, Weintrauben, Kürbisse, Gurken und Tomaten dürfen nicht verarbeitet werden. Der Fruchtsaftgehalt liegt in Gelee extra bei mindestens 45 %. Wie im Falle von Konfitüre sind auch hier für einige Früchte auch geringere Mengen zulässig.
Gelee einfach darf dagegen aus allen Früchten hergestellt werden. Der Saftgehalt liegt bei mindestens 35 % Saft bzw. wässerigen Auszügen.

Für die Zusammensetzung von Fruchtaufstrich gibt es bisher keine gesetzlichen Regelungen. Der Fruchtanteil kann größer oder niedriger sein als der von Marmeladen und Konfitüren. Häufig liegt er darüber, bei Bio-Fruchtaufstrichen oftmals sogar über 70 %. Die Zutatenliste gibt Aufschluss über die tatsächlich enthaltende Fruchtmenge. Die Zuckermenge ist in Fruchtaufstrichen oftmals geringer als in anderen Brotaufstrichen. In Bio-Produkten sind häufig alternative Süßungsmittel wie Fruchtdicksäfte, Zuckerrohrdicksaft oder Honig im Einsatz, in konventionellen Fruchtaufstrichen können auch Süßstoffe enthalten sein. Wegen des geringeren Zuckergehalts, ist die Haltbarkeit von Fruchtaufstrichen gering. Sie müssen daher stets kühl gelagert werden.