Säfte

Für die Herstellung von Saft werden die Früchte nach der Ernte verlesen, gewaschen und ausgepresst. Anschließend werden die festen Bestandteile abfiltriert. Dabei ist Vorsicht geboten, damit keine bitteren Schalenbestandteile in den Saft gelangen und den Geschmack verfälschen können. Durch kurzzeitiges Erhitzen auf etwa 85 °C (Pasteurisieren) wird der Saft haltbar gemacht. Als Direktsaft wird er abgefüllt und gelangt in den Handel.

Weil es kostengünstiger zu transportieren ist, wird für den Export meist Saftkonzentrat hergestellt: Dazu wird der Saft erhitzt, so dass das enthaltene Wasser verdunstet und der Saft eindickt. Auch mit Vakuum-Verfahren lässt sich der Wassergehalt reduzieren. Das Konzentrat wird abgefüllt und tiefgefroren per Schiff transportiert.

In Deutschland entsteht aus dem Konzentrat wieder Fruchtsaft, in dem es mit Trinkwasser auf den ursprünglichen Wassergehalt verdünnt wird. Wie der Direktsaft hat er einen Fruchtgehalt von 100 %. Auch reinem Fruchtsaft mit einem Fruchtgehalt von 100 % dürfen geringe Mengen an Zucker zugesetzt werden, z. B. wenn die Ausgangsfrüchte durch klimatische Einflüsse einen geringeren Zuckergehalt als üblich haben. Diese so genannte "Korrekturzuckerung", mit der die Schwankungen im Zuckergehalt ausgeglichen werden, ist auf maximal 15 g Zucker pro Liter Saft beschränkt. Der Zuckerzusatz muss zudem auf der Verpackung angegeben werden.

Das Sortiment fair gehandelter Säfte umfasst derzeit Orangen-, Grapefruit-, Orange-Mango- und Mischfruchtsaft sowie Orangen-Maracuja-Nektar.