Trockenfrüchte

Für die Herstellung von Trockenfrüchten werden nach der Ernte Blätter und Stiele sowie kleine Steinchen entfernt. Die Früchte werden anschließend entkernt, größere werden zerkleinert. Die Trocknung erfolgt in der Sonne oder in speziellen Trocknungsanlagen. Trockenfrüchte werden sehr sorgfältig per Hand auf Spuren von Schimmel untersucht. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass die Früchte giftige und gesundheitsschädigende Stoffwechselprodukte von bestimmten Schimmelpilzarten (Aflatoxine) enthalten. Weitere Untersuchungen auf Aflatoxine erfolgen bei der Anlieferung in Deutschland und während der Lagerung. Vor dem Verpacken werden die Früchte nach Größen vorsortiert, gereinigt und nachgetrocknet.

Bei der konventionellen Herstellung werden die Trockenfrüchte nach dem Trocknen mit Methylbromid begast, um eventuell vorhandene Schädlinge abzutöten. Das bei direktem Kontakt schwer gesundheitsschädigende Gas steht unter dem Verdacht, Krebs auslösend zu sein. Zudem schädigt es die Ozonschicht. Zu besseren Haltbarkeit, zum Schutz vor Schädlingen und zur Erhaltung einer hellen Farbe der Früchte werden sie zudem mit Schwefeldioxid behandelt. Er kann bei empfindlichen Personen Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auslösen. Je nach Fruchtsorte dürfen 500 bis 2000 mg Schwefeldioxid pro Kilogramm eingesetzt werden. Schwefeldioxid gilt rechtlich als Lebensmittelzusatzstoff (E 220) und muss daher auf der Verpackung der Früchte in jedem Fall gekennzeichnet werden.

Ökologisch produzierte Trockenfrüchte werden nach den anerkannten Richtlinien des kontrolliert ökologischen Landbaus angebaut. Sie werden im Zuge der Verarbeitung weder begast noch geschwefelt. Zur Bekämpfung von Schädlingen werden die Früchte vor dem Export bei ca. -34 °C drei bis vier Tage schockgefroren oder in speziellen Druckkammern mit Kohlendioxid behandelt. Durch die tiefen Temperaturen bzw. den Druck werden Schädlinge getötet und ihre Eier zerstört.