Ananas

Die Ananaspflanze gehört zur Familie der Bromeliengewächse (Bromeliaceae) und stammt aus Süd- und Mittelamerika. Kolumbus entdeckte die Frucht auf Guadeloupe. Der Anbau von Ananas ist heute in tropischen Gebieten sehr verbreitet, aber auch in Südeuropa werden Ananasfrüchte kultiviert. Daneben ist der Anbau in Gewächshäusern möglich. Zu den größten Produzenten zählen Thailand, die Philippinen, Brasilien, China, Indien und Nigeria. Einen geringeren Anteil an der Weltproduktion haben Indonesien, Kolumbien, die USA, Vietnam und  Mexiko. Frische Früchte stammen vor allem von den Philippinen und aus Afrika, Hauptlieferanten für Konservenfrüchte sind Thailand und die Philippinen. Die Frucht schmeckt  süß-säuerlich und ist reich an Vitamin C und Beta-Carotin.

Es werden folgende Sortengruppen unterschieden:

  • Smooth Cayenne - große, glatte Früchte; wird weltweit angebaut und vor allem für Konserven verwendet
  • Spanish - mittelgroße Früchte; Hauptanbaugebiet Malaysia
  • Queen - kleine, raue Früchte; sehr aromatisch; Hauptanbaugebiet Südafrika
  • Abacaxi - große, längliche Früchte; Hauptanbaugebiet Brasilien

Die Ananas liebt ein sehr warmes Klima mit hohen über das Jahr möglichst gleichmäßigen Temperaturen (25 bis 32 °C) und trockenen Böden. Nachttemperaturen bis 20 °C fördern die Blüte, für gute Erträge sollte eine ausreichende Versorgung mit Feuchtigkeit erfolgen, in Trockenperioden kann sich daher eine zusätzliche Bewässerung günstig auswirken. Standorte mit sehr guten Wachstumsbedingungen findet die Ananas in Meeresnähe. Die Früchte erreichen ein Gewicht von einem bis vier Kilogramm.

Besonders gute Erträge liefern die Pflanzen bei vollem Lichtgenuss, allerdings ist hier auch Vorsicht und Schutz geboten, denn intensive Sonnenbestrahlung kann an den Früchten zu Sonnenbrand führen. Die Ananaspflanzen können einzeln, aber auch zusammen mit anderen Pflanzen, z. B. Palmen wachsen. Im konventionellen Anbau wird Dünger mit Mineralstoffen und Spurenelementen eingesetzt, dabei wird Phosphor vor dem Pflanzen in den Boden eingearbeitet, weitere Mineralstoffe und Spurenelemente werden als Blattdüngung verabreicht.

Sind die Wachstumsbedingungen günstig, ist die Ananas wenig anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Pilzkrankheiten sind in erster Linie bei zu feuchten Böden ein Problem, Viruskrankheiten können durch Sanierung und Unkrautbekämpfung  leicht beseitigt werden, Schmierläuse als Krankheitsüberträger können durch die Bekämpfung der Ameisen beseitigt werden, die die Läuse übertragen. Falls nötig, werden entsprechende Pflanzenschutzmittel eingesetzt.

Eine Ananaskultur kann drei Ernten einbringen. Die Erträge betragen je nach Sorte 50 - 75 t/ha bei der ersten Ernte nach 15 bis 24 Monaten, bei den zweiten und dritten Ernten jeweils nach 15 bis 18 Monaten 40 - 50 t/ha und 30 bis 35 t/ha. Für die Verarbeitung zu Konserven werden die Früchte vollreif geerntet. Sollen sie als Frischobst auf dem lokalen Markt  angeboten werden, werden sie fast reif und für den Export grünreif oder halbreif geerntet (die Fruchtbasis nimmt eine gelbe Färbung an, das deutet auf die beginnende Reifung hin). In den Produktionsländern wird ein großer Teil der Ernte als Frischobst verzehrt, daneben werden Dosenkonserven für den Export hergestellt, ein Teil wird auch als frische Frucht exportiert.