Avocado

Die Avocado gehört zur Pflanzenfamilie der Lauraceae (Lorbeergewächse). Sie ist in Mittelamerika beheimatet und wird seit Anfang des 20. Jahrhunderts auch in anderen Regionen mit tropischem oder subtropischem Klima angebaut. Hauptproduzenten sind Mexiko, USA, Dominikanische Republik, Brasilien und Indonesien. Auch im Mittelmeerraum gedeihen die Früchte gut, Hauptanbaugebiete sind hier Spanien und Israel. Die in Deutschland angebotenen Avocados stammen meist aus Israel, Spanien oder auch Südafrika.

Avocadopflanzen werden 15 bis 25 Meter hoch. Die Früchte sind kugel- bis birnenförmig und können eine Länge von 12 cm erreichen. Die glatte oder geriffelte, raue Schale ist dunkelgrün bis fast schwarz oder bräunlich-rot und sie ist von unterschiedlicher Festigkeit und Stärke. Im Inneren der Frucht befindet sich der eiförmige oder runde braune, harte Samen. Das Fruchtfleisch ist grünlich bis gelblich-grün, sehr weich und hat einen nussartigen Geschmack. Man kann es mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer oder einer scharfen Soße beträufeln und aus der Frucht löffeln. Es kann auch herausgelöst und in Salate gegeben oder zu Dipps oder Brotaufstrichen verarbeitet werden.

Avocados sind sehr fettreich, 100 g enthalten durchschnittlich 24 g Fett und ca. 230 kcal. Jedoch handelt es sich hierbei um für die Ernährung wertvolle Fette, da sie reich an ungesättigten Fettsäuren und den fettlöslichen Vitaminen E und Beta-Carotin sind.

Die Pflanzen tragen ab dem 4. bis 5. Jahr Früchte, der Ertrag liegt bei 5 - 12 t/ha und Jahr. Die Früchte werden unreif geerntet oder sie fallen im unreifen Zustand vom Baum. Den richtigen Pflückzeitpunkt abzupassen, erfordert viel Erfahrung, da sich der Reifezustand meist nicht an einer Verfärbung der Schale erkennen lässt. Die Früchte sind reif, wenn sie sich leicht eindrücken lassen. Nach der Ernte reifen sie rasch nach und müssen daher gekühlt transportiert werden. Weil sie sehr druckempfindlich und daher für lange Transporte ungeeignet sind, werden sie meist mit dem Flugzeug transportiert. 

Die etwa 400 verschiedenen Avocadosorten lassen sich in drei Gruppen einteilen:
  • Mexikanischer Typ - kleine, dünnschalige Früchte (ca. 60 bis 300 g); verträgt Kälte (Frost bis -6 °C)
  • Guatemala-Typ - große Früchte (ca. 500 bis 600 g) mit dicker und rauer Schale und kleinerem Kern; verträgt Temperaturen bis -4,5 °C
  • Westindischer Typ - große Früchte mit glatter, zäher Schale mit großem Kern; verträgt keinen Frost

Im Mittelmeerraum werden der mexikanische Typ oder Kreuzungen angebaut. Die Sorten Hass, Reed und Gwen gehören z.B. zum Guatemala-Typ, die Sorten Fuerte und Pinkerton sind Kreuzungen aus dem mexikanischen und dem Guatemala-Typ, die Sorten Hall und Choquette sind Kreuzungen aus dem Guatemala- und dem westindischen Typ.