Guave

Guaven, die zur Familie Myrtaceae (Myrtengewächse) gehören, stammen ursprünglich aus den tropischen Gebieten Süd- und Mittelamerikas, vermutlich von den Antillen. Anfang des 17. Jahrhunderts gelangte die Pflanze nach Asien, heute wird sie in allen Ländern der Tropen und Subtropen, unter anderem in Mexiko, Brasilien, Südafrika, Indien, Thailand, Florida, Kalifornien, Israel, Ägypten und Sizilien angebaut.

Die Guavenbäume oder -sträucher werden etwa drei bis sechs Meter hoch. Sie gedeihen am besten in den feuchten Tropen, da sie für eine optimale Entwicklung ausreichend Wasser benötigen. Neben Kulturen gibt es auch Wildpflanzen, die ebenfalls einen Teil der Weltproduktion liefern. Die Früchte sind ei- oder birnenförmig, können bis zu 12 cm dick werden und ein Gewicht von maximal 300 g erreichen. Das Fruchtfleisch ist weiß, rosa oder rötlich und hat einen süß-säuerlichen Geschmack, der an Quitten, Birnen und Feigen erinnert.

Für den kommerziellen Anbau werden nur Sorten mit großen, fleischigen und kernarmen Früchten verwendet. Die Erträge liegen bei bis zu 35 t/ha und Jahr. Die Früchte werden reif geerntet, zu Konserven, Saft, Trockenfrüchten oder Brotaufstrichen verarbeitet und in dieser Form exportiert. Weitere Produkte sind eine dicke Paste und in Sirup eingelegte Früchte. Auch in ihren Ursprungsländern werden Guaven meist gekocht und in verarbeiteter Form verzehrt. Mit einem Gehalt von 270 mg pro 100 g sind Guaven sehr reich an Vitamin C.