Kiwi

Die Kiwifrucht oder chinesische Stachelbeere gehört zur Familie der Actinidiaceae (Strahlengriffelgewächse). Es werden zwei Varietäten unterschieden, die var. Deliciosa, deren Früchte behaart sind und die var. Chinensis, deren Früchte eine glatte Oberfläche haben.

Die Kiwi-Pflanze stammt ursprünglich aus China. Heute wird sie vor allem in Neuseeland angebaut, daneben auch in Japan, Chile, USA, Südamerika, Südafrika und im europäischen Mittelmeerraum. Die Kiwipflanze ist eine Schlingpflanze, die mehrere Meter lang werden kann. In Kulturen wird sie als Strauch oder kleiner Baum an Gerüsten oder Pfählen kultiviert, an denen die Früchte traubenartig wachsen.

Die Pflanze benötigt zum optimalen Gedeihen viel Sonnenschein, gleichmäßig über das Jahr verteilte Niederschläge und eine frostfreie Periode von etwa 250 Tagen. Die Erträge liegen bei 20 bis 25 t/ha und Jahr. Die länglich-ovalen Kiwifrüchte sind ca. sechs bis acht Zentimeter lang, etwa vier bis fünf Zentimeter dick und wiegen ca. 65 bis 100 g. Das Fruchtfleisch ist grünlich-glasig, in der Mitte weißlich und enthält ca. 1.000 sehr kleine schwarze Samen. Die saftige Kiwi schmeckt leicht säuerlich bis süßlich und erinnert an Stachelbeeren und Melonen. Kiwis sind sehr reich an Vitamin C. Die Früchte werden vor allem als Frischobst exportiert, daneben findet auch eine Verarbeitung zu Trockenfrüchten statt.