Papaya

Die Papaya (Pflanzenfamilie Caricaceae, Melonenbaumgewächse) war ursprünglich in Mittelamerika beheimatet. Sie wird heute in den tropischen und subtropischen Gebieten der Erde kultiviert. Hauptanbaugebiete sind Mittel- und Südamerika, vor allem Brasilien, Mexiko, Kolumbien und Peru sowie Asien (Indien, Thailand, Indonesien, China und Philippinen) und Afrika (Nigeria, Zaire).

Der Papayabaum, auch Melonenbaum genannt, kann bis zu 10 Meter hoch werden. Optimale Wachstumsbedingungen findet er bei Temperaturen von 22 - 26 °C und ausreichend Feuchtigkeit, die möglichst gleichmäßig über das Jahr verteilt sein sollte. Im zweiten Jahr liefern die Bäume die höchsten Erträge mit 60 bis 80 t/ha, im zweiten Jahr werden noch ca. 50 t/ha erreicht. Dann nehmen die Erträge stark ab, daher hält man die Bäume auf Plantagen nur 3 - 5 Jahre.

Die je nach Sorte unterschiedlich ausgeprägten Früchte wachsen, ähnlich wie Kokosnüsse, traubenartig unterhalb des Blätterschopfes. Sie haben eine dünne, im reifen Zustand gelbgrün bis goldgelbe Schale. Die Form kann rundlich-oval, birnenförmig oder länglich-gurkenförmig sein. Das Fruchtfleisch ist lachsrot, orange, gelb oder weißlich-gelblich gefärbt, die Früchte erreichen ein Gewicht zwischen 0,5 und 1,5 kg - bei einigen Sorten auch bis zu 10 kg. Im Inneren der Frucht befinden sich pfefferkorngroße, im Aussehen an Kaviar erinnernde Samen, die ungenießbar sind. Das Fruchtfleisch schmeckt melonenähnlich-süßlich und ist sehr saftig.

Die Früchte sind empfindlich, für den Export werden sie daher unreif geerntet, wenn die Spitze gelb wird. Dann sind sie noch bis zu drei Wochen lagerfähig. Reife Früchte sind dagegen sehr druckempfindlich und können nur wenige Tage gelagert werden. Sie sind daher nicht für den Export geeignet.

Papayas werden vor allem als Frischobst verzehrt und z. B. mit Zucker und Zitrone oder mit Salz ausgelöffelt oder in Obstsalaten verwendet. Daneben werden Saft, Püree und Konserven hergestellt und exportiert. Papayas sind reich an Vitamin C, Kalium und Beta-Carotin.

Neben den Früchten sind die aus dem milchigen Saft der noch grünen Früchte gewonnenen Enzyme Papain und Chymopapain sowie der Kautschuk wichtige Produkte. Die Enzyme werden in der pharmazeutischen Industrie für die Herstellung von Medikamenten, in der Lebensmittelindustrie z. B. als Weichmacher für Fleisch oder die Stabilisierung von Bier sowie in der Textilindustrie eingesetzt. Der Kautschuk wird ergänzend zum Kautschuk des Kaugummibaumes für die Kaugummiproduktion verwendet.