Von Ananas bis Zitrusfrucht

Von den zahlreichen exotischen Früchten, die hierzulande in Regalen und Auslagen locken, werden die meisten konventionell angebaut. Zunehmend setzen sich jedoch auch ökologische Anbaumethoden durch. Damit exotische Früchte auch in Deutschland als Bio-Früchte auf den Markt kommen können, müssen sie mindestens die Kriterien der EG-Öko-Verordnung erfüllen. Dazu gehört unter anderem der Verzicht auf synthetische Düngemittel sowie chemisch definierte Herbizide, Fungizide und Insektizide. Zwischen den Bäumen werden gezielt Pflanzen angesiedelt, die einen Lebensraum bieten für nützliche Insekten und andere Lebewesen. Zugleich können sie als Dünger in den Boden eingearbeitet werden. Zur Bekämpfung von Krankheiten und Schädlingen stehen nur ausgewählte Mittel zur Verfügung, die speziell für die ökologische Landwirtschaft zugelassen sind. 

Auch im Fairen Handel, der die Lebensbedingungen in den Erzeugerländern nachhaltig verbessern möchte, gehören umweltschonende Maßnahmen zum Pflichtprogramm. Um die natürlichen Lebensgrundlagen zu schonen gilt der Grundsatz möglichst wenig chemische Düngemittel und Pflanzenschutzmittel einzusetzen. Vielfach finden sich Anbaumethoden des ökologischen Landbaus, für die jedoch eine in Europa anerkannte Zertifizierung aus verschiedenen Gründen wie z. B. den damit verbundenen Kosten noch aussteht. Immer mehr fair gehandelte Früchte werden jedoch auch nach ökologischen Methoden angebaut und haben damit öko-faire Qualität.