Fisch

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Etwa 27.000 Fischarten bevölkern die Gewässer dieser Welt. Nur ein Bruchteil davon wird kommerziell genutzt. Dennoch werden jedes Jahr etwa 90 Millionen Tonnen Fisch und Meeresfrüchte aus dem Meer geholt. Und die Nachfrage wächst weiter, denn in vielen Ländern der Erde ist Fisch ein Grundnahrungsmittel. Allein in Asien sind Meerestiere die wichtigste Eiweißquelle für mehr als eine Milliarde Menschen. 

Die Bundesbürger sind mit ihrem Fischverzehr im Durchschnitt eher zurückhaltend. Nur 14 kg pro Kopf kommen hier im Jahr auf die Teller – das entspricht einer Menge von etwa 20 g am Tag. Mehr als die Hälfte davon genießen wir in verarbeiteter Form – als Fischstäbchen, an der Imbissbude oder in Fertiggerichten. Vor allem Alaska-Seelachs wird in dieser Form angeboten. Fast ebenso beliebt sind Hering, Thunfisch, Lachs und Seehecht – Seefische haben einen Anteil von fast 80 % am hiesigen Fischverbrauch. Süßwasserfische, Krebs- und Weichtiere machen zusammen nur ungefähr 20 % aus. Lediglich ein Viertel unseres Bedarfs kann durch die deutsche Fischerei gedeckt werden – drei Viertel der Fische und Meeresfrüchte kommen aus dem Ausland nach Deutschland. 

Viele, der einst als unerschöpflich geltenden Fischarten sind heute von den Fangflotten nur noch unter Mühen zu finden. Überfischung und Umweltschäden durch die industrialisierte Fischerei sind heute in aller Munde. Zudem drohen die kleinen Fischer an vielen Küsten der Erde ihre Lebensgrundlage zu verlieren, weil immer weniger Fische im Meer zu finden sind und große Fangflotten das ökologische Gleichgewicht der Meere durcheinander bringen. Längst werden nachhaltige Formen der Fischerei diskutiert, versuchen Staaten durch Fangquoten und Auflagen, die Bestände zu schützen und sind internationale Abkommen zum Schutz der Meere getroffen. Doch Umsetzung und Kontrollen lassen noch immer zu wünschen übrig. Und auch die Zucht von Fischen und Meerestieren in Aquakulturen, die eine Alternative zur Ausbeutung der Meere sein könnte, bringt oftmals erhebliche ökologische Nachteile mit sich. Wir stellen Ihnen im Folgenden die Probleme in der konventionellen Fischerei und Aquakultur sowie die nachhaltigen Alternativen vor.

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