Häufige Fragen

Welchen Fisch kann ich unter ökologischen Gesichtspunkten bedenkenlos kaufen?
Woran erkenne ich Fisch aus ökologischer Aquakultur?
Viele Fischarten gelten als "überfischt". Was heißt das?
Was ist Beifang?
Gibt es eigentlich gentechnisch veränderten Fisch?
Was ist Surimi?
Warum gehört Hering zum berühmten "Katerfrühstück"?


Welchen Fisch kann ich unter ökologischen Gesichtspunkten bedenkenlos kaufen?
Als annehmbar was ihren Bestand, die Beifänge und die Auswirkungen der Fangmethoden angeht, gelten derzeit: Alaska-Wildlachs, Hering, Hoki, Makrele, Seelachs und Zander. Karpfen, Lachs und Forellen sowie Muscheln und Garnelen aus ökologischer Teichwirtschaft sind ebenfalls empfehlenswert. Am MSC-Siegel erkennen Sie zudem Fische aus nachhaltiger Fischerei. Derzeit tragen in Deutschland die Produkte von fünf Firmen dieses Siegel: Iglo, Frosta, Friedrichs, Mare und Metro.


Woran erkenne ich Fisch aus ökologischer Aquakultur?
Da es noch keine gesetzlichen Bestimmungen über die ökologische Aquakultur gibt, finden Sie kein Bio-Siegel auf Fisch und Fischprodukten. Die ökologischen Anbauverbände Naturland, Bioland, Bio Ernte Austria und die britische Soil Association haben verbindliche Richtlinien für die ökologische Fisch- und Meerestierzucht erlassen. Karpfen, Forellen, Lachs, Shrimps und Muscheln aus diesen zertifizierten Zuchten finden Sie in Bio-Supermärkten und gut sortierten Bio-Läden mit Kühlmöglichkeiten.
Auch einige konventionelle Supermärkte wie Kaufhof, Tegut, Edeka manchmal auch Nordsee haben Bio-Fisch und Bio-Garnelen im Angebot. Die Zeichen der Anbauverbände, zum Beispiel das Naturland-Siegel und das Bioland-Siegel, stehen dabei nachweislich für Bio-Qualität.


Viele Fischarten gelten als "überfischt". Was heißt das?
Sind durch Fischerei so viele Fische eines Bestandes gefangen worden, dass sich der Bestand nicht aus eigener Kraft regenerieren kann, spricht man von Überfischung. Das bedeutet nicht, dass die Art vor dem Aussterben steht, sondern, dass mehr Fische gefangen werden, als nachwachsen können. Die Tiere sind für die Fangflotten dann nur noch schwer und unter hohen Kosten zu erreichen. Da die Fischerei auf wenige kommerziell genutzte Arten spezialisiert ist, werden diese Bestände häufig weiter befischt, auch wenn mehr Beifang im Netz zappelt als Zielfische. 


Was ist Beifang?
Fischerei ist auf bestimmte Arten spezialisiert. Die Flotten nehmen sich diese Arten für den Fang vor und passen ihre Methoden entsprechend an. Dabei ist es aber nicht zu vermeiden, dass auch andere Fische und Meerestiere ungewollt mitgefangen werden. Neben anderen Fischarten können dies auch Meeressäugetiere, Schildkröten oder sogar Seevögel sein. Die Tiere sterben in der Regel bei dieser Prozedur wie alle anderen Fische.

Schätzungen zufolge sind heute etwa ein Drittel der Gesamtfangmengen Beifang. Bei der Jagd auf bestimmte Arten können über 50 % des Fangs unerwünschte Tiere sein. In der Regel wird dieser Beifang ungenutzt zurück ins Meer geschüttet. Zum Teil geht er aber auch in die Fischmehlproduktion ein.


Gibt es eigentlich gentechnisch veränderten Fisch?
Nicht auf dem Teller. Vor allem an den Arten, die in Aquakulturen gezüchtet werden wie Lachs, Forelle, Karpfen, Kabeljau und Buntbarsch werden intensiv gentechnische Veränderungen erforscht. Ziele der Bemühungen sind schnelleres Wachstum, die Anpassung an niedrigere Wassertemperaturen, um die Zuchten auch in kaltem Wasser aufbauen zu können und Resistenzen gegen Krankheitserreger. Seit einiger Zeit liegt in den USA ein Antrag zur Zucht gentechnisch veränderter Lachse vor. Die Genehmigung wurde jedoch bisher nicht erteilt.

Einige Bestandteile der konventionellen Futtermittel für Zuchtfische können aus genetisch veränderten Organismen bestehen oder mit ihrer Hilfe hergestellt worden sein. Das betrifft vor allem Enzyme, Aminosäuren, Vitamine und den Farbstoff Beta-Carotin.

Ein gentechnisch veränderter Aquarienfisch wird schon heute in Taiwan und den USA verkauft. Dieser Zebrafisch enthält ein zusätzliches Gen, das ihn bei Lichteinfall zum Leuchten bringt.

Ausführliche Informationen über die Anwendung der Gentechnik bei Lebensmitteln finden Sie unter www.transgen.de.


Was ist Surimi?
Immer häufiger finden sich an Fisch-Imbissen und in den Kühltheken Surimi. Dabei handelt es sich um ein klassisches Lebensmittelimitat, das aus Fischmuskeleiweiß hergestellt wird. Aus einem Magerfisch - meist Alaska-Seelachs - werden dafür die Eiweißbestandteile herausgelöst. Die Eiweißmasse wird gesalzen und mit Bindemitteln wie Eiklar, Stärke oder Sojamehl, Zucker, Würzmitteln, Geschmacksverstärkern und anderen Zusatzstoffen vermengt. Durch Wärme wird das Ganze verfestigt. Häufig kommt Surimi in Form fingerdicker Stäbchen auf den Markt, aber auch Stücke, die wie Hummerschwänze, Langustenscheren oder Krebsfleisch aussehen, können daraus geformt werden. Diese Imitate müssen aber gekennzeichnet werden, z. B. "Surimi - Krebsfleischimitat aus Fischmuskeleiweiß geformt".


Warum gehört Hering zum berühmten Katerfrühstück?
Alkohol entzieht dem Körper Wasser und Mineralstoffe. Zudem ist er ein Zellgift - ein Kater ist daher nichts anderes als eine leichte Vergiftung und Mangel an Mineralstoffen und Wasser. Dadurch entstehen die Kopfschmerzen und Übelkeit.

Hering, vor allem gesalzen und sauer eingelegt, ist reich an Mineralstoffen. Zudem ist das Eiweiß leicht verdaulich. Das füllt die Reserven wieder auf. Bei einem Kater, ist es aber das Wichtigste, die Wasserreserven des Körpers wieder aufzufüllen - trinken Sie daher nach einer langen Nacht mindestens zwei, am besten drei Liter alkoholfreie Getränke wie Mineralwasser.