Zucht und Fang

Seit Jahrtausenden ernähren sich Menschen von dem, was die Gewässer der Erde ihnen bieten: Neben Seefischen, die in den Salzwassermeeren der Erde leben, fangen sie Süßwasserfische in Seen, Flüssen und Bächen. Krebstierarten, wie Garnelen, Krebse, Hummer oder Langusten, gibt es sowohl im Salz- wie auch im Süßwasser. Und auch Weichtiere, deren wirbellose Körper - wie bei Schnecken und Muscheln - häufig von harten Schalen umgeben sind, finden sich nicht nur im Meer. Während die Fischerei auf Binnengewässern und in Küstennähe frischen Fisch anlandet, werden die Fische auf den Fabrikschiffen der Hochseefischerei schon ausgenommen und tiefgekühlt. Auf diesen Schiffen werden häufig auch Fischmehl und Fischöl hergestellt.

Die deutsche Fischereiflotte verteilt sich auf Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Darunter sind Schiffe für die Hochsee- und die Küstenfischerei. Allein die deutsche Fischereiwirtschaft gewann im Jahr 2003 etwa 300.000 t (Fanggewicht) Fisch. Über die Hälfte davon wurde von deutschen Schiffen im Ausland gefangen, 106.000 t kamen aus deutschen Gewässern, 38.000 t trug die Binnenfischerei bei. Die Fangmengen und -methoden bestimmen die Auswirkungen dieser Fischereien auf die Fischbestände und das Ökosystem Meer.

Ein großer Teil der weltweit verkauften Fische und Meerestiere werden inzwischen unter den kontrollierten Bedingungen der Aquakultur gezüchtet: Süß- und Salzwasserfische sowie Krustentiere und Muscheln ergänzen in immer größeren Mengen die klassischen Fänge. Auch hierzulande macht die Teichwirtschaft einen wesentlichen Teil der Binnenfischerei aus.