Ökologischer Gewürzanbau

Bio-Gewürze werden nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus produziert. Die Produktion in den Anbauländern muss mindestens den Standard der EG-Öko-Verordnung erfüllen und von einer unabhängigen Stelle zertifiziert sein. Der Einsatz von chemischen Dünge- und Pflanzenschutzmitteln ist verboten, die Landwirtschaft soll im Einklang mit der Natur betrieben werden. Für ein gesundes Klima auf den Feldern und Plantagen werden die Gewürze in Mischkulturen mit anderen Nutzpflanzen angebaut. Dadurch ergeben sich ähnliche Wachstums- und Lebensbedingungen für die Gewürze wie sie auch in freier Natur herrschen würden. Die Pflanzen sind widerstandsfähiger und der Boden ist gesünder als es in Monokulturen der Fall wäre. Durch den Anbau von anderen Nutzpflanzen haben die Kleinbauern neben dem Gewürzanbau noch weitere Einnahmequellen. Darüber hinaus kann der Anbau von Gemüse und Obst zu der eigenen Versorgung mit Lebensmitteln beitragen.

Nach der Ernte werden die Gewürze sorgfältig auf Schädlinge oder Krankheiten geprüft, schonend getrocknet und weiter verarbeitet. Gemäß EG-Öko-Verordnung dürfen Gewürze nicht mit ionisierenden Strahlen behandelt oder begast werden, der Einsatz von Gentechnik ist ebenso untersagt. Sie werden außerdem von unabhängigen Stellen regelmäßig u. a. auf Rückstände und mikrobielle Belastungen überprüft. Die Hersteller von Bio-Gewürzen verzichten auf den Einsatz von Trennmitteln wie z. B. Siliciumdioxid (E 551), andere Silikate oder Magnesiumcarbonat (E 504), auf Geschmacksverstärker und Aromen. Alle Zutaten sind stets vollständig deklariert.

Bio-Gewürze sind an der Nummer der Öko-Kontrollstelle, z. B. DE-001-Öko-Kontrollstelle zu erkennen, die gemäß der EG-Öko-Verordnung angegeben sein muss. Daneben können die Produkte das Bio-Siegel sowie Siegel anerkannter ökologischer Anbauverbände wie z. B. Demeter oder Naturland tragen.