Chilisorten

Verschiedene Sorten der Art Capsicum annuum werden vor allem in Mexiko kultiviert, daneben in Thailand, im Süden der USA (New Mexico, Südkalifornien), in Ungarn, Italien und der Türkei. Die bekanntesten mexikanischen Sorten sind im Folgenden in aufsteigender Schärfe aufgeführt. Die Aussagen über die Schärfe sind der Literatur entnommen und sind als Orientierung gedacht, denn das Empfinden für Schärfe ist individuell verschieden. Die getrockneten Früchte tragen zum Teil andere Namen als die frischen. Daher sind die Bezeichnungen für die getrockneten Früchte in Klammern angegeben:

  • New Mexiko, Anaheim (Chile pasado): mildere Schärfe
  • Poblano (Ancho, Mulato): mäßige Schärfe
  • Jalapeno (Chipotle): kräftige, aber erträgliche mittlere Schärfe
  • Serrano: schneidende Schärfe
  • De Arbol: beißende Schärfe
  • Cayenne: sehr starke Schärfe
  • Chiltepin, auch Tepin genannt ist eine wild wachsende Pflanze, die Zuchtform wird als Pequin oder Pequin bezeichnet. Die Schoten sind extrem scharf.

Einige thailändische Chili-Sorten sowie Tabasco und Piri-Piri aus Portugal gehören zu der Art Capsicum frutescens. Sie sind von einer intensiven, feurig-schneidenden Schärfe. Der Tabasco-Chili stammt ursprünglich aus Mexiko, wird jedoch heute vor allem in Louisiana im Süden der USA angebaut, um daraus die Tabasco®-Sauce und andere Würzsaucen herzustellen.

Habanero aus Mexiko und karibische Chili-Sorten wie z. B. Scotch Bonnet, Rotocillo, Congo und Bonda Man Jaques sind Vertreter der Art Capsicum chinense. Sie sind extrem scharf und gehören zu den schärfsten Chilisorten überhaupt. Sie bestimmen den Charakter von vielen regionalen Gerichten. Rocoto ist eine sehr scharfe, südamerikanische Chili-Sorte und gehört zu der Art Capsicum pubescens. Weitere Varianten sind in Südamerika und in Mexiko auch unter den Bezeichnungen Chile Manzano und Chile Peron bekannt. Die in Südamerika ebenfalls vielfach verwendete Sorte Aji Amarillo ist von kräftiger Schärfe und ein Vertreter der Art Capsicum baccatum.