Herkunft, Anbau und Verarbeitung

Chilipflanzen stammen ursprünglich aus Süd- und Mittelamerika, wo sie auch heute noch in großem Umfang angebaut werden. Mexiko, Indien, Indonesien, Thailand, Japan und China zählen weltweit zu den Hauptanbaugebieten. Daneben wird auch in einigen Ländern Afrikas wie z. B. Nigeria, Uganda und Tansania sowie in Südeuropa und im Süden Nordamerikas Chili angebaut.

Chilipflanzen sind strauchartige, buschige Pflanzen, die etwa einen bis anderthalb Meter hoch werden. Die Zweige sind mit dunkelgrünen, elliptisch geformten Blättern dicht belaubt. Sie blühen von Juni bis September. Die Früchte sind im unreifen Zustand grün, im reifen Zustand orange bis dunkelrot. Je nach Sorte erreichen sie eine Länge von zwei bis zu 20 Zentimetern. Die reifen Früchte fallen nicht ab, sondern trocknen ein. Chilis werden auf großangelegten Plantagen angebaut und manuell geerntet, da die Früchte sich in unterschiedlichen Reifestadien befinden. Chilis werden zum Teil reif, zum Teil unreif geerntet.

Die Chilifrüchte werden frisch verwendet, in Essig eingelegt oder nach der Ernte getrocknet, grob zerstoßen und vermahlen. Sie sind wichtiger Bestandteil von zahlreichen Gewürzsaucen, -pasten, und -mischungen wie z. B. Sambal Oelek, Harissa, Currypulver oder Tabasco-Sauce. Sie können den Speisen wie z. B. Salaten oder Saucen roh zugegeben oder mitgekocht werden. Einige Sorten werden besonderen Trocknungsprozessen unterzogen. So werden z. B. Jalapenos reif geerntet und dann geräuchert. Die so getrockneten Chilis werden Chipotle genannt und haben ein feines Raucharoma. Poblanos werden vor dem Trocknen geröstet und enthäutet oder ebenfalls geräuchert.