Koriander

Koriander (Coriandrum sativum) stammt aus dem Vorderen Orient. Er ist ein weit verbreitetes Gewürz und wird in Ägypten, Marokko, Tunesien, Indien, Ostasien und Argentinien angebaut. Bedeutende Anbaugebiete finden sich außerdem in Deutschland, den Niederlanden, Russland und den europäischen Mittelmeerländern.

Die Korianderpflanze gehört wie Kümmel oder Fenchel in die Familie der Doldenblütengewächse (Apiaceen). Die krautartige Pflanze wächst in gemäßigten ebenso wie in tropischen Gebieten. Sie wird etwa 30 bis 60 Zentimeter hoch, die Blätter ähneln im Aussehen der Petersilie, die Blüten sind weiß oder blassrosa. Als Gewürz werden die Früchte, die etwa so groß wie Pfefferfrüchte sind, und die Blätter verwendet. Die Früchte, die oft auch als Koriandersamen bezeichnet werden, werden unmittelbar nach der Reife geerntet und dann getrocknet. Sie kommen als ganzes Gewürz und gemahlen in den Handel. Korianderblätter sind in Teilen Südostasiens, in arabischen Ländern und Lateinamerika beliebt. Sie werden frisch verwendet und meistens nicht lange gekocht, da sie sonst ihr Aroma verlieren.

Der Gehalt an ätherischen Ölen ist in den Korianderfrüchten im Vergleich zu anderen Gewürzen gering und liegt unter einem Prozent. Sie haben einen mild-würzigen, harzigen und nussigen Geschmack mit einem Hauch von Orangenschalen, Zimt und Muskat. Das Aroma der Korianderblätter ist frisch, würzig, zitrusartig und leicht bitter. Der Geschmack kann gewöhnungsbedürftig sein.

Korianderfrüchte werden ganz oder gemahlen für Weihnachtsgebäck (z. B. Lebkuchen, Spekulatius, Printen, Honigkuchen), Pflaumenmus, eingelegte Gemüse, Kohlgerichte, Zubereitungen mit Hülsenfrüchten, Geflügel- und Reisgerichte, Fleischbeizen und Fischmarinaden verwendet. Daneben sind sie in Brotgewürzmischungen enthalten und Bestandteil des Currypulvers und von Garam masala.