Kreuz- und Schwarzkümmel

Kreuzkümmel, auch Kumin genannt, hat mit dem in Deutschland und anderen europäischen Ländern heimischen Kümmel nicht viel gemeinsam. Zwischen beiden besteht zwar eine botanische Verwandtschaft, denn sie gehören zu der Pflanzenfamilie der Doldenblütler (Apiaceen). Weitere bekannte Vertreter dieser Familie sind z. B. Fenchel, Dill und Anis. Die oft als Kümmelsamen bezeichneten Früchte, die als Gewürz verwendet werden, ähneln sich im Aussehen. Jedoch unterscheiden sich Kreuzkümmel und Kümmel in der Herkunft, im Geschmack, im Charakter und in der Verwendung deutlich. Kreuzkümmel benötigt ein heißes Klima zum Gedeihen, während Kümmel kühlere Temperaturen bevorzugt. Hauptanbauländer sind die Niederlande, Deutschland, England, Polen, Schweden, Russland und Südfrankreich. Das Aroma von Kümmel harmoniert nur mit wenigen anderen Gewürzen. Kreuzkümmel dagegen ist ein Gewürz, das hervorragend für indische, mexikanische und arabische Gewürzmischungen geeignet ist. Schwarzkümmel (Nigella sativa) ist mit Kumin und Kümmel nicht verwandt, auch Aussehen und Aroma haben keine Ähnlichkeiten. Er stammt aus der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceen), als Gewürz werden die Samen verwendet.