Kreuzkümmel
Kreuzkümmel stammt ursprünglich aus dem Nahen Osten und Ägypten. Heute wird er vor allem in Indien, Sri Lanka, Pakistan, Iran, Indonesien, Chile und im südlichen Mittelmeerraum (Ägypten, Marokko, Syrien) angebaut. Er wird etwa 30 bis 50 Zentimeter hoch und trägt weiße oder zartrosafarbene Blütendolden, die Stengel sind mit feingefiederten Blättern besetzt. Wenn die Früchte reif werden, werden die Stengel geschnitten und gedroschen. Die etwa fünf Millimeter langen graugrünen Früchte, auch Samen genannt, werden anschließend in der Sonne getrocknet. Sie kommen ganz oder gemahlen in den Handel. Die Früchte enthalten 2,5 bis 4 % ätherisches Öl, das den Geruch und Geschmack bestimmt.
Kreuzkümmel hat ein intensiv-würziges, etwas bitteres und leicht scharfes Aroma. In Europa wird er kaum verwendet, lediglich als Gewürz für Käse in Frankreich und in den Niederlanden. In Indien dagegen würzt er eine Vielzahl von Gerichten und ist eines der typischen Gewürze. Die ganzen Früchte werden in Fett angebraten oder ohne Fett geröstet. Dadurch wird das Aroma verstärkt. Sowohl für Tandoori-Gerichte als auch für die Gewürzmischungen Garam masala und Curry ist Kreuzkümmel unverzichtbar. In den arabischen Ländern Nordafrikas ist er ein wichtiger Bestandteil von Couscous-Gerichten und Fleischtöpfen (Tagines). Kreuzkümmel harmoniert gut mit Fleischgerichten, besonders mit Lammfleisch, Hühner- oder Putenfleisch. Auch Gerichten mit Hülsenfrüchten wie Linsen oder Kichererbsen verleiht er eine exotische Note. Wird Kreuzkümmel erstmalig zum Würzen verwendet, ist wegen seines charakteristischen Geschmackes eine sparsame Dosierung zu empfehlen.








